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Dekra stoppt Gebrauchtwagenreport

| Autor: Martin Achter

HU-Vorbereitungen in Vertragswerkstätten sind für Dekra der Grund: Die Prüforganisation stellt ihren jährlichen Gebrauchtwagenreport ein. Dessen Aussagekraft sei „zunehmend beeinflusst“ davon, dass Werkstätten je nach Marke Kundenautos unterschiedlich stark auf Mängelfreiheit trimmten. Andere Überwacher halten an ihren Reports fest.

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(Bild: Achter / »kfz-betrieb«)

Für Gebrauchtwagenkäufer war er eine Entscheidungshilfe, Händlern lieferte er – je nach Marke und Modell – wichtige Argumente für den Verkauf: Dekra stellt nach mehr als einem Jahrzehnt seinen jährlichen Gebrauchtwagenreport ein. Die Prüforganisation hat sich entschlossen, „den Gebrauchtwagenreport nicht mehr in der bekannten Form zu veröffentlichen“, erklärte sie auf Anfrage von »kfz-betrieb«.

Grund für den Schritt sind nach Angaben von Dekra externe Marktfaktoren: Vertragswerkstattnetze würden Kundenfahrzeuge unterschiedlich intensiv auf Hauptuntersuchungen (HU) vorbereiten. Die Qualität der im Report enthaltenen Bewertungen stehe und falle aber mit der Aussagekraft der Prüfdaten aus den Hauptuntersuchungen, erklärte Dekra: „Diese Aussagekraft wird zunehmend – insbesondere bei jüngeren Fahrzeugen – durch Hersteller- bzw. Werkstattprogramme zur Vorreparatur mit dem Ziel mängelfreier Prüfberichte beeinflusst.“

Über den Autor

 Martin Achter

Martin Achter

Redakteur Management & Handel bei »kfz-betrieb«