Maskenpflicht in Deutschland Dekra-Wissen für Einkäufer

Redakteur: Nick Luhmann

FFP2/3-Masken werden Pflicht im öffentlichen Raum in Deutschland. Als überwachende und zertifizierende Stelle für Atemschutzmasken gibt Dekra Tipps für Einkauf und Einsatz.

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Dekra Testing & Certification ist mit dem Speziallabor in Essen als eine von bundesweit zwei benannten Stellen für FFP-Masken anerkannt.
Dekra Testing & Certification ist mit dem Speziallabor in Essen als eine von bundesweit zwei benannten Stellen für FFP-Masken anerkannt.
(Bild: Dekra)

Mit einigen gesammelten Fakten zum Brennpunktthema „Medizinische Masken“ will die Dekra für „mehr Klarheit im Masken-Dschungel“ sorgen – ein Essener Dekra-Labor prüft Atemschutzmasken für die Covid-19-Pandemie.

Gerade besonders im Fokus: Die FFP2- oder FFP3-Maske (FFP steht für Face-Filtering-Piece), die sowohl den Träger der Maske als auch die Umgebung schützt. Der Standard FFP2 schreibt laut der Prüforganisation vor, dass mindestens 94 Prozent der Aerosole und Partikel zurückgehalten werden.

Für diese Norm muss die Maske eine Baumusterprüfung bei einer so genannten „Benannten Stelle“ wie der Dekra bestehen. Eine FFP2-Maske erkennt der Käufer an einem dauerhaften Aufdruck auf der Maske und der Verpackung mit jeweils folgenden Angaben:

  • CE-Kennzeichnung mit vierstelliger Nummer, zum Beispiel „CE 0158“ (Dekra-Nummer)
  • die Norm „EN 149:2001+A1:2009“
  • Maskenklasse „FFP2“
  • Produktname oder Produktnummer
  • Name oder Warenzeichen des Herstellers

Welche Prüfstelle konkret sich hinter der vierstelligen Nummer verbirgt, kann übrigens in der so genannten Nando-Datenbank der Europäischen Kommission nachgesehen werden.

Die Dekra weist Anwender noch einmal ausdrücklich darauf hin, dass die Gebrauchshinweise zum korrekten, passgenauen Anlegen, der Benutzungsdauer und Entsorgung unbedingt beachtet werden sollten. Nachlässig angelegte FFP-Masken böten keinen oder nur geringen Schutz vor Ansteckung und seien daher gefährlich für den Träger und die Umgebung.

CPA-Masken nach § 9 MedBVSV

In der Zeit zwischen März und September letzten Jahres konnten auch Masken ohne Baumusterprüfung die Marktfähigkeit erlangen. Voraussetzung war ein anerkannter Schnelltest eines zugelassenen Prüfinstituts und eine schriftliche Freigabe der zuständigen Marktüberwachungsbehörde. Dieser Schnelltest ist mittlerweile nicht mehr erlaubt. Die CPA-Masken sind aber nach wie vor bis zum Ende des Ablaufdatums (ein Jahr ab Prüfdatum) – auch für Arbeitgeber – sicher und gemäß der Zentralstelle der Länder für Sicherheitstechnik (ZLS) verkehrsfähig. Sie erfüllen folgende Voraussetzungen:

  • es gibt einen Aufdruck auf der Maske oder der kleinsten Verpackungseinheit
  • Bezeichnung als „Corona-Pandemie-Atemschutzmaske“ („CPA-Maske“) mit Revisionsnummer des Prüfgrundsatzes (0 bis 2)
  • keine CE-Kennzeichnung
  • keine Angabe der Norm „EN 149“
  • kein Aufdruck „FFP“ auf der Maske oder Verpackung
  • der Hersteller oder Inverkehrbringer ist ersichtlich.
  • der Händler muss die Nachweise über die Verkehrsfähigkeit vorweisen können

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