Tata Motors Der designierte Vorstandschef ist abgesprungen

Autor: Andreas Grimm

In wenigen Wochen sollte der neue Chef von Tata Motors in Mumbay seinen neuen Job antreten. Jetzt muss der indische Autobauer wieder die Headhunter beschäftigen. Der angekündigte neue Vorstandschef Marc Llistosella scheint abgesagt zu haben.

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Der indische Autobauer braucht dringend einen neuen Vorstandschef. Der bisherige Amtsinhaber geht zum 1. Juli, der designierte Nachfolger ist abgesprungen.
Der indische Autobauer braucht dringend einen neuen Vorstandschef. Der bisherige Amtsinhaber geht zum 1. Juli, der designierte Nachfolger ist abgesprungen.
(Bild: Grimm/»kfz-betrieb«)

Der indische Autobauer Tata muss sich erneut auf die Suche nach einem neuen Vorstandsvorsitzenden machen. Nachdem vor rund einem Monat Marc Llistosella als neuer Chef vorgestellt worden war, hat er nun mehreren Medienberichten zufolge seinen Amtsantritt abgesagt.

Marc Llistosella sollte zum 1. Juli CEO von Tata Motors werden. Doch die Verbindung kommt nicht zustande.
Marc Llistosella sollte zum 1. Juli CEO von Tata Motors werden. Doch die Verbindung kommt nicht zustande.
(Bild: Einride)

Wie unter anderem das Onlineportal „Businessworld“ sowie die „Economic Times“ vergangenen Freitag und Samstag unter Berufung auf den Autobauer berichten, werde Llistosella seinen Job nicht wie geplant zum 1. Juli antreten. Es sei jedoch nicht klar, ob Llistosella einen Rückzieher gemacht hat oder Tata Motors sein Angebot zurückgezogen hat. Dazu wollte der Autobauer aus Mumbai keine näheren Angaben machen.

Aktueller Chef will zurück nach Deutschland

Llistosella sollte laut den bisherigen Plänen zur Jahresmitte den bisherigen Vorstandschef Günther Butschek ablösen, der den indischen Autobauer seit Februar 2016 führt und nach dem Auslaufen seines Vertrags nach Deutschland zurückkehren will. Der 60-Jährige war wie sein designierter Nachfolger einst Daimler-Manager.

Llistosella war lange Jahre in Führungspositionen in Asien für Daimler aktiv, unter anderem als Regionalleiter von Daimler Trucks. Zuletzt war er seit April 2019 Vorstandsmitglied des schwedischen Start-ups Einride. Er hatte sich bei der Bekanntgabe seiner Nachfolge im Februar positiv über Tata Motors geäußert. Seine künftige Tätigkeit sei ein neues aufregendes Kapitel. „Wir werden gemeinsam das Potenzial von Tata Motors wecken“, zitierte ihn die „Economic Times“.

Buschek hatte in den letzten Jahren versucht, den indischen Hersteller wirtschaftlich wieder auf die Beine zu helfen. Derzeit versucht das Unternehmen laut „Businessworld“, den Pkw-Bereich in eine eigene Einheit auszugliedern und einen langfristigen strategischen Partner zu suchen.

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Redakteur, Redaktion »kfz-betrieb«