Daimler Truck Der E-Actros läuft vom Band

Autor / Redakteur: dpa / Marie Lücke

In Wörth startet Daimler die Produktion seines ersten serienreifen Elektro-Lasters. Weitere CO2-neutrale Modelle sollen folgen.

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Der E-Actros ist der erste serienmäßig produzierte E-Lkw von Daimler. Seit Donnerstag läuft er in Wörth vom Band.
Der E-Actros ist der erste serienmäßig produzierte E-Lkw von Daimler. Seit Donnerstag läuft er in Wörth vom Band.
(Bild: Daimler Truck AG)

Mercedes-Benz Trucks hat mit der Fertigung seines ersten elektrischen Serien-Lkw begonnen. Der E-Actros lief im rheinland-pfälzischen Wörth vom Band, wie der Nutzfahrzeughersteller Daimler Truck am Donnerstag mitteilte. Das Fahrzeug hat je nach Ausführung drei oder vier Batteriepakete und eine Reichweite von bis zu 400 Kilometern.

Vorstandsmitglied Karin Rådström sagte, die Produktion solle zunächst langsam hochgefahren werden. Der Schwer-Lkw sei mit rund 300.000 Euro etwa drei Mal so teuer wie ein herkömmlicher mit Verbrennermotor. Der Hersteller hatte bereits vor Monaten darauf hingewiesen, dass für Kunden in der Transportbranche die Gesamtkosten inklusive Posten wie Treibstoff, Wartung und Verschleiß allerdings wichtiger seien als der reine Anschaffungspreis. Bei diesen Gesamtkosten liege der E-Actros in einigen Märkten bereits beinahe gleichauf mit vergleichbaren Fahrzeugen. Die Managerin sagte, der erste E-Actros solle an einen Kunden in Deutschland gehen. Das Fahrzeug wird in ein knappes Dutzend weiterer europäischer Länder geliefert.

„Der heutige Start der Serienproduktion des E-Actros ist ein handfester Beweis dafür, dass wir es mit dem emissionsfreien Transport ernst meinen“, sagte Rådström.

Chipkrise könnte Produktion bremsen

Wörth ist das größte Montagewerk von Mercedes-Benz Lkw und beschäftigt rund 10.000 Menschen. Daimler Truck ist wie andere Hersteller auch stark vom Engpass bei Mikrochips und anderen elektronischen Bauteilen betroffen. Die Chipkrise könnte auch auf den Bau des E-Actros auswirken, sagte Rådström, ohne dabei auf Details einzugehen.

Beim Übergang vom Verbrennermotor zu neuen Antrieben setzt Daimler Truck auf Batterie und Brennstoffzelle. Im Jahr 2030 könnten Lkw mit diesen Antrieben zusammen bis zu 60 Prozent des Absatzes ausmachen, hatte Daimler-Truck-Chef Martin Daum vor knapp einer Woche gesagt.

Daimler Truck sieht sich als Weltmarktführer für Nutzfahrzeuge und beschäftigt über 100.000 Menschen. Das Unternehmen soll von Daimler abgespalten und bis Weihnachten an die Börse gebracht werden.

Auch andere Hersteller setzen auf neue Antriebe. So eröffnete Iveco unlängst in Ulm eine Produktionshalle für elektrisch betriebene Lastwagen.

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