Käuferstudie Der E-Kunde von morgen

Von Andreas Grimm

Das deutsche Ziel von 15 Millionen E-Autos ist ambitioniert – und braucht vor allem viel mehr Käufer. Doch die Gruppe der „Early Adopter“ ist bereits erschlossen. Handel und Hersteller müssen neue Zielgruppen erreichen.

Der E-Auto-Kunde von morgen muss stärker als bisher vom Produkt BEV überzeugt werden. Immerhin ist nur jeder fünfte Kunde ein strikter E-Auto-Verweigerer.
Der E-Auto-Kunde von morgen muss stärker als bisher vom Produkt BEV überzeugt werden. Immerhin ist nur jeder fünfte Kunde ein strikter E-Auto-Verweigerer.
(Bild: Sono Motors)

Die Absatzrallye von Elektroantrieben verläuft inzwischen weniger stürmisch, doch noch steigt der Anteil der E-Fahrzeuge und vor allem der batterieelektrischen Modelle. Trotzdem ist die Entwicklung kein Selbstläufer mehr, denn die von der E-Mobilität überzeugte Kundschaft – die „Early Adopter“ – ist zu einem erheblichen Teil bereits umgestiegen (oder wird dies beim nächsten Autokauf tun).

Die Hersteller und damit der Handel stehen aktuell vor der Aufgabe, jene Konsumenten zu erreichen, die für batteriebetriebene Elektrofahrzeuge (BEVs) mehr oder weniger offen sind. Denn nur 13,6 Prozent der Käufer haben sich zuletzt tatsächlich für ein BEV entschieden. Doch gemäß dem Ziel der Bundesregierung von 15 Millionen Elektroautos bis 2030 müssen 1,7 Millionen BEVs pro Jahr auf die Straßen kommen – das wären 60 Prozent der Neuzulassungen.