Praxis-Tipp für die 3,0 TDI VW-Gruppe Der Fall Drall

Von Steffen Dominsky

In der Theorie erkennen und dokumentieren Fehlerspeicher sämtliche Defekte und Störungen automobiler Technik. In der Praxis bedarf es allerdings oftmals externer Prüftechnik – beispielsweise eines digitalen Speicheroszilloskops.

Wenn man weiß, wie und wo man mit entsprechender Prüftechnik messen muss, und die richtigen Schlüsse daraus zieht, dann löffelt man sozusagen auch gerne die Suppe anderer aus.
Wenn man weiß, wie und wo man mit entsprechender Prüftechnik messen muss, und die richtigen Schlüsse daraus zieht, dann löffelt man sozusagen auch gerne die Suppe anderer aus.
(Bild: ProMotor)

Eigentlich ist es nicht schön, wenn man die Suppe anderer auslöffeln muss. Für Werkstätten heißt das, da weitermachen, wo andere mit ihrem Latein am Ende angelangt sind. Andererseits eignet man sich durch wiederholtes Auslöffeln auch jede Menge Fachwissen an. So erging es unlängst auch Motoren- und Diagnoseexperte Burkard Wild (www.fdt-diagnose.de). Der hatte eine solche „Suppe“ bei sich in Form eines älteren Audi A6. Dessen Besitzer hatte bei seiner Werkstatt einen Leistungsverlust reklamiert.

Zwar konnte die prompt auch eine feste VTG, also eine klemmende variable Turbinengeometrie des Turboladers diagnostizieren. Doch trotz gangbar gemachter Verstelleinrichtung zog der Wolfsburger nicht richtig. Genauer gesagt zeigte der Motor im unteren Drehzahlbereich schlechte Leistung. Ab circa 3.000 min-1 setzte die dann aber schlagartig ein.