Der Karma Revero wird ein Vollblut-Stromer

Autor / Redakteur: sp-x / Andreas Grimm

Bislang gab es den Karma Revero nur als Plug-in-Hybriden. Das soll sich ab dem nächsten Jahr ändern. Viel ist vom neuen Stromer noch nicht bekannt, ein Schnäppchen ist der Karma aber sicher nicht.

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Neues Spielzeug am Elektrohimmel: Den Karma Revero gibt es ab 2021 für einen sicher sechsstelligen Beitrag.
Neues Spielzeug am Elektrohimmel: Den Karma Revero gibt es ab 2021 für einen sicher sechsstelligen Beitrag.
(Bild: Karma Automotive)

Genau zehn Jahre nach seinem Marktstart mutiert der einstige Elektropionier Karma Revero - damals hieß das Modell Fisker Karma - endgültig zum Vollblut-Stromer. Der Hersteller Karma Automotive hat angekündigt, seinem bislang als Plug-in-Hybrid angebotenen Revero eine E-Antriebsplattform unter die flache Sportwagenhülle zu schnallen.

Technische Daten des Antriebs werden nicht genannt, dafür aber eine Sprintzeit aus dem Stand auf 100 km/h in rund vier Sekunden. Für den Marktstart im Frühjahr 2021 hat Karma zwei Batterieoptionen mit 75 oder 100 kWh angekündigt, die Reichweiten von 320 beziehungsweise 480 Kilometer erlauben.Außerdem ist eine Langstreckenversion mit 650 Kilometer Reichweite geplant. Als maximale Ladeleistung nennt das Unternehmen 150 kW, was im Fall der kleinen Batterie ein Aufladen auf 80 Prozent in 30 Minuten ermöglicht.

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Zunächst wird die GTE genannte Elektro-Antriebsvariante des Revero in den USA antreten. Für Herbst 2021 ist auch ein Start in Europa geplant. Preise werden noch nicht genannt, doch werden diese sechsstellig ausfallen, denn bereits die Basisversion das Revero kostet umgerechnet mindestens 120.000 Euro.

Karma geht zurück auf das Unternehmen Fisker, das der dänische Autodesigner Henrik Fisker im Jahr 2007 gegründet hatte. 2011 kam die Sportlimousine Karma auf den Markt. Für Deutschland und weitere europäische Länder hatte die Emil-Frey-Gruppe den Vertrieb der Fahrzeuge übernommen. Im Jahr 2013 musste Fisker Insolvenz anmelden. Die Reste des Unternehmens übernahm dann der chinesische Automobilzulieferer Wanxing, der Lithium-Ionen-Batterien, aber auch Elektrobusse und Hybridbusse herstellt.

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