Kraftstoffe Der Retter kommt zu spät

Von Jan Rosenow

Lässt sich der Verbrennungsmotor durch die Umstellung auf „grünen“ Wasserstoff zukunftsfähig machen? Der Technikexperte Peter Fintl von Capgemini bezweifelt, dass es dazu noch kommen wird – zumindest im Pkw.

Toyota erprobt derzeit Wasserstoff-Verbrennungsmotoren im Rennsport. Auch wenn die Technik funktioniert, ist ihr Gesamtwirkungsgrad fragwürdig.
Toyota erprobt derzeit Wasserstoff-Verbrennungsmotoren im Rennsport. Auch wenn die Technik funktioniert, ist ihr Gesamtwirkungsgrad fragwürdig.
(Bild: Toyota)

Klimaneutrale Antriebe lassen sich auf mehreren Technikpfaden verwirklichen. Neben der chemischen Batterie ist auch klimaneutral erzeugter, sogenannter grüner Wasserstoff ein dafür passender Energiespeicher. Auch über die richtige Methode, aus Wasserstoff mechanische Energie für den Fahrzeugantrieb zu gewinnen, diskutiert die Branche wieder heiß. Nachdem lange die Brennstoffzelle im Mittelpunkt stand, die aus Wasserstoff und Luft elektrischen Strom produziert, rückt nun auch wieder der Verbrennungsmotor in den Blickpunkt.

Wie mehrere Internetportale berichteten, haben sich Mitte November einige japanische Auto- und Zweiradhersteller unter der Führung von Toyota zum „Team Japan“ zusammengeschlossen, um dem Verbrennungsmotor eine klimaneutrale Zukunft zu ermöglichen – neben anderen Maßnahmen auch durch die Umstellung auf den Wasserstoffbetrieb. Auch China hat den mit Wasserstoff betriebenen Verbrenner in seine nationale Strategie zur Entwicklung der Wasserstoffwirtschaft aufgenommen, berichtet das »kfz-betrieb«-Schwestermedium »Automobil Industrie«.