Infektionsschutz Der Trend geht zum Kaltvernebeler

Autor Jan Rosenow

Wer seinen Kunden weiterhin ein virenfreies Auto übergeben und diese Leistung zudem vermarkten will, kann dafür einen automatischen Kaltvernebeler benutzen. Der kann sogar mehr, als nur Viren zu bekämpfen.

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Mit dem Biocleen-Vernebeler lassen sich Flächen gezielt desinfizieren – oder der gesamte Innenraum.
Mit dem Biocleen-Vernebeler lassen sich Flächen gezielt desinfizieren – oder der gesamte Innenraum.
(Bild: Sehon)

Auch wenn mit der steigenden Impfquote der unmittelbare Zwang zur Desinfektion von Kontaktflächen zurückgehen mag, sprechen weiterhin gute Gründe dafür. Längst haben professionelle Anbieter Produkte und Anwendungstechnik für die Innenraumdesinfektion auf den Markt gebracht, darunter große Namen aus der Lackierbranche wie Akzonobel und Sehon. Diese Firmen glauben aus leicht nachvollziehbaren Gründen daran, dass die Kunden auf lange Sicht ein erhöhtes Bedürfnis nach Infektionsschutz haben werden.

So teilte beispielsweise Oliver Gold vom technischen Kundensupport bei Akzonobel mit: „Die Kunden haben ein anderes Sicherheitsgefühl entwickelt und legen mehr Wert darauf, dass Betriebe verantwortungsvoll mit ihrem Wagen umgehen und gewisse Hygienestandards einhalten. Daher gehen wir davon aus, dass die Fahrzeugdesinfektion in gewissem Maß eine Standardanwendung bleiben wird.“

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Der Lackieranlagenhersteller Sehon hat unter dem Markennamen Biocleen ein ganzes Anwendungskonzept entwickelt, bestehend aus dem Wirkstoff, einem Vernebelungsgerät und diversen Hilfsmitteln. Sowohl Akzonobel als auch Sehon betonen die Vorteile, die eine Vernebelung gegenüber dem traditionellen „Sprühen und Wischen“ bietet. Oliver Gold: „Der Trend liegt eindeutig auf der Kaltvernebelung. Sie bietet gegenüber der Wischdesinfektion zwei entscheidende Vorteile: Erstens erreicht sie alle Oberflächen nahtlos und zuverlässig, zweitens entsteht bei der Vernebelung für die Betriebe ein minimaler Aufwand an Arbeitszeit und Manpower.“

Beide Anbieter betonen übrigens die Ungefährlichkeit ihrer Produkte für den Menschen. Sowohl Biocleen als auch Akzonobels OC 100 sind auf Wasserbasis hergestellt und nicht als Gefahrgut eingestuft. Schon nach wenigen Minuten ist der Innenraum mit dem fein verteilten Wirkstoff gefüllt. Einige Minuten weitere Einwirkzeit sollen genügen, um Mikroorganismen wie Bakterien, Viren (auch Corona-Viren) und Pilze um 99,9 Prozent zu reduzieren. Ein weiterer Vorteil ist: Die Produkte reduzieren zusätzlich üble Gerüche im Innenraum.

Virenschutz für unterwegs

Auch auf andere Weise können Kfz-Betriebe vom Wunsch der Kunden nach besserem Schutz profitieren: mit einem neuen Zubehörprodukt, das die Coparts Autoteile GmbH anbietet. Es heißt Bactoattaq und stammt von der Firma CPS Pharma. Der Wirkstoff lässt sich wahlweise im Fahrzeug vernebeln, aber auch als lang haftende Oberflächendesinfektion verwenden. Die Schutzwirkung soll nach Herstellerangaben für ein Jahr anhalten.

Zusätzlich gibt es bei Coparts einen portablen Luftbefeuchter zur Vernebelung von Bactoattaq im Fahrzeuginnenraum (oder auch am Schreibtisch). Das Gerät lässt sich beispielsweise im Getränkehalter befestigen und während der Fahrt betreiben. Das Mittel ist laut Hersteller besonders schonend und kann in Anwesenheit von Menschen angewendet werden. Der mobile Vernebeler eignet sich besonders für Taxis und Fahrdienste, wo häufig unterschiedliche Personen im Auto sitzen.

Coparts bietet das System derzeit zum Aktionspreis an: Das Hygienekit aus Diffusor und einem Liter Wirkstoff kostet netto 25,90 Euro und ab fünf Stück 24,90 Euro pro Stück.

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