Aiways Der U6 soll mit Spielkonsolen-Chic junge Kunden überzeugen

Autor: Andreas Grimm

Derzeit ist von Aiways in Deutschland nur ein eher konventionelles Modell zu haben. Ein weiteres Fahrzeug ist nun in China vom Band gelaufen. Es soll die Zielgruppe für den E-Auto-Hersteller erweitern, allerdings fehlen noch wesentliche Angaben zu dem Modell.

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In China läuft das zweite Modell des E-Autobauers Aiways bereits vom Band: das SUV-Coupé U6.
In China läuft das zweite Modell des E-Autobauers Aiways bereits vom Band: das SUV-Coupé U6.
(Bild: Aiways)

Aiways will im Wettbewerb der E-Auto-Start-ups ein wenig anders sein als andere Automobilbauer. Das zeigt sich einerseits im gewöhnungsbedürftigen Vertrieb ohne Autohändler, dafür aber mit der Elektronikhandelskette Euronics. Nun schlägt der Hersteller mit dem zweiten für Europa vorgesehenen Modell, dem SUV-Coupé Aiways U6, einen weiteren eigenständigen Kurs ein – zumindest aus seiner Sicht.

Das Innenraumdesign sei Ausdruck „einer neuen Generation von Fahrgasträumen“. Das Interieur sei frei von „Altlasten“ traditioneller Gestaltung, heißt es in einer aktuellen Mitteilung des Autobauers. Die Optik folge einem Design, das „von Spielekonsolen inspiriert“ werde. Gemeint ist damit wohl die intuitive Bedienbarkeit des Cockpits. Damit sei das Auto trotz komplexer Technik leicht und spielerisch zu steuern, insbesondere über das Zweispeichen-Lenkrad mit konstruktiven Anleihen von Formel-E-Fahrzeugen. Alle Kontrollfunktionen des Fahrzeugs sind über einen rahmenlosen, hochauflösenden 14,6-Zoll-Bildschirm erreichbar.

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Auch das Audio-Erlebnis im U6 ist wohl vor allem auf ein junges Publikum ausgerichtet. In Zusammenarbeit mit dem deutschen HiFi-Spezialisten Magnat entstanden Kopfstützen mit integriertem Soundsystem, das den Passagieren ein „intensives Klangerlebnis“ verspricht.

Der breite Schalthebel in der Mittelkonsole weckt Assoziationen an den Powerhebel von Speedbooten. Das über eine Länge von 2,10 Meter kuppelförmig aufgespannte Glasdach erinnert an die Kommandozentralen von Raumschiffen in Science-Fiction-Filmen.

Neben der Optik soll der Aiways U6 mit zahlreichen Fahrerassistenz-Systemen überzeugen. Darunter ist das Geschwindigkeitsregelsystem und eine automatische Spurhaltefunktion. Der zwischen 60 und 130 km/h aktivierbare Highway-Assistent detektiert ein vorausfahrendes Fahrzeug und passt die Geschwindigkeit des Aiways U6 diesem an. In diesem Modus kann der Aiways U6 zudem automatisch auf die Überholspur wechseln, nachdem der Fahrer diese Absicht zuvor bestätigt hat. Dazu kommt ein Remote-Parkassistent, mit dem der Fahrer das SUV-Coupé aus bis zu zehn Metern Entfernung per Smartphone-Steuerung einparken kann – auch das ist wieder ein Stückweit Computer-Spiel-Atmosphäre.

Preise für den Aiways U6 nennt das Unternehmen übrigens noch nicht. Sie sollen in der Eigenwahrnehmung aber „sehr konkurrenzfähig“ sein, um „Elektromobilität allen zugänglich zu gestalten“. In Europa startet der U6 nach bisherigen Aussagen Anfang 2022. Die ersten Vorserienfahrzeuge des U6 sind vor gut einem Monat in der Aiways-Fabrik im chinesischen Shangrao vom Band gelaufen.

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 Andreas Grimm

Andreas Grimm

Fachredakteur Management & Handel, Redaktion »kfz-betrieb«