Detroit: Gute Stimmung im Boom-Land USA

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Wie wichtig das US-Geschäft mittlerweile ist, zeigt auch Volkswagens neue Studie Cross Blue. Die speziell für den amerikanischen Markt entwickelte Langversion des Tiguan könnte ab 2015 die ideelle Nachfolge des gemeinsam mit Chrysler gebauten Vans Routan antreten. Mit fünf Metern Länge, einem Radstand von drei Metern, sechs bis sieben Sitzplätzen und im beliebten SUV-Stil soll er die aus Normalversion und Coupé bestehende Tiguan-Familie ergänzen. Für den Antrieb sorgt zumindest in der Studie eine Kombination aus Diesel und zwei Elektromotoren.

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Vergleichsweise gelassen geht BMW das neue Jahr an. Neben dem 412 kW/560 PS starken M6 Gran Coupé in der Serienversion gilt das Interesse vor allem zwei Studien, deren Serienversionen noch für das laufende Jahr erwartet werden. Das 4er Coupé Concept gibt dabei den Startschuss für die neue 4er-Reihe, die die ehemals der 3er-Familie zugeschlagenen Mittelklasse-Coupés und Cabrios umfasst. Die Neubenennung zum Generationswechsel leitet gleichzeitig eine Höherpositionierung von Coupé und Cabrio ein – was sich an Motorenauswahl, Ausstattung und vor allem am Preis zeigen dürfte.

Audi punktet mit Leistung

Weniger Wert auf ökologische Überlegungen legen in Detroit Audi und Porsche. Die Ingolstädter zeigen mit dem SQ5 eine 354 PS starke Hochleistungsversion des Q5, die dem deutschen Markt jedoch vorenthalten bleibt. Außerdem dabei: die RS-Version des A7 Sportback mit 560 PS. Die Konzernschwester aus Zuffenhausen hat als Premiere den Cayenne Turbo S mit 405 kW/550 PS im Programm.

Auch die Japaner setzen in Detroit selbstbewusste Zeichen. Mit dem Supersportwagen NSX hat Honda sogar einen der Messehöhepunkte am Start. Die Neuauflage des Nippon-Ferraris aus den neunziger Jahren soll dank V6 und zweier Elektromotoren überlegene Fahrleistungen und niedrigen Verbrauch kombinieren.

Toyota-Tochter Lexus zeigt erstmals sein Mittelklassemodell IS. Die Limousine orientiert sich nun stärker am größeren Bruder GS und erhält neben konventionellen V6-Benzinern auch einen Hybridantrieb. Ohne die Spritspartechnik muss zunächst der Infiniti Q50 auskommen. Die Limousine tritt die Nachfolge des Infiniti G an und ist das erste Modell der Nissan-Tochter, das nach der neuen Q-Nomenklatur benannt ist.

Leidtragender der guten Konjunktur ist das Elektroauto. Anders als in den Vorjahren haben die Stromer ihre prominente Stellung auf den Messeständen eingebüßt. Noch vor wenigen Monaten, als in den Vereinigten Staaten die Benzinpreise stiegen, die Abhängigkeit vom Öl der Anderen für manchen Amerikaner unerträglich wurde, da prangte das Kürzel EV in allen Schattierungen auf den Exponaten der Automessen in der Neuen Welt. Electric Vehicle, Elektrofahrzeuge, die schienen das Allheilmittel gegen hohe Treibstoffpreise und drohende Immobilität in Amerika zu sein. Das Jahr 2013 hingegen offenbart eine ausgeprägte Abstinenz elektrisch angetriebener Autos auf Automesse in Detroit.

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