Detroit will Automesse nicht mehr im Winter machen

Herstellerabsagen erhöhen den Druck auf Veranstalter

| Autor: Jens Rehberg

Die Detroit Motor Show soll sich wandeln – von einer Messe, bei der die Motorjournalisten im Fokus stehen, hin zu einer echten Endverbrauchermesse.
Die Detroit Motor Show soll sich wandeln – von einer Messe, bei der die Motorjournalisten im Fokus stehen, hin zu einer echten Endverbrauchermesse. (Bild: VW)

Die Detroiter Autohändler-Vereinigung, die nun schon seit 1907 die North American Auto Show (NAIAS) veranstaltet, will Ende Juli einen neuen Termin für die Automesse bekannt geben. Das haben die „Detroit News“ am vergangenen Freitag (Online-Ausgabe) vermeldet. Demnach kommen für eine Verlegung entweder der Oktober oder – wie offenbar zuletzt durchgesickert war – der Juni in Frage.

Jahrzehntelang hatte die große US-Autoshow den Auftakt des automobilen Messejahres dargestellt. Nun soll die Veranstaltung in eine wärmere Jahreszeit verlegt werden, offenbar nicht zuletzt, damit Detroit den Besuchern zeigen kann, dass die Stadt auch abseits der Messehallen wieder einiges zu bieten hat. Zudem soll der Name „Detroit“ in den Titel der Auto-Show mit aufgenommen werden. Das neue Messekonzept soll erstmals 2020 umgesetzt werden, für das kommende Jahr ist die Veranstaltung bereits wie gewohnt Mitte Januar terminiert.

Neben der ebenfalls im Januar stattfindenden Elektronikmesse CES in Las Vegas, die immer mehr für die NAIAS zur Wettbewerbsveranstaltung wird, dürften zudem auch die jüngsten Aussteller-Absagen den Druck auf die Veranstalter erhöht haben, das Messekonzept zu erneuern. Die Liste der Fabrikate, die Detroit den Rücken kehren wollen, ist mittlerweile beachtlich: Volvo, Mini, Jaguar Land Rover, Maserati, Ferrari und Porsche sowie die deutschen Premiumhersteller Mercedes, BMW und Audi haben bereits für das kommende Jahr abgesagt.

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