Deutlich höherer Flottenkundenanteil im Mai

Privatmarkt büßt im Vergleich zum Vorjahr klar ein

| Autor: Christoph Seyerlein

(Bild: Seyerlein/»kfz-betrieb«)

Im Mai haben sich die Pkw-Neuzulassungen spürbar anders auf die einzelnen Marktsegmente verteilt als in den letzten Monaten. Wie Analysen der Marktforschung Dataforce zeigen, konnte der Firmenkundensektor seinen Abwärtstrend stoppen und im Mai erstmals seit längerer Zeit beim Marktanteil im Vergleich zum Vorjahresmonat wieder zulegen. Stärkste Säule bleibt der Privatmarkt, der seinen Marktanteil im Vergleich zum April weiter hochschrauben konnte, gegenüber dem Mai 2016 aber Einbußen hinnehmen musste.

Von den insgesamt 323.952 Neuzulassungen im Mai (+12,9 Prozent im Vergleich zum Vorjahr) entfielen 78.402 Einheiten und damit 24,2 Prozent auf das Flottengeschäft. Im Mai 2016 hatte der Anteil dieses Segments bei 23,6 Prozent gelegen. Zuletzt war der Gewerbekunden-Anteil auf bis zu 21,9 Prozent gefallen, der jüngste Wert kommt dagegen wieder dem Niveau vom Jahresstart 2017 (24,3 % Marktanteil) nahe.

Der Privatmarkt stellte im Mai mit 116.564 Neuzulassungen zwar klar das größte Volumen, verlor mit 36,0 Prozent Marktanteil deutlich gegenüber dem Vorjahresmonat, als er noch 37,4 Prozent auf sich vereinen konnte. Seit Jahresstart präsentiert sich das Segment aber äußerst stark: Anfang 2017 hatte der Privatkundenanteil bei gerade einmal 31,5 Prozent gelegen.

Im Bereich der Eigenzulassungen hat sich im Mai im Jahresvergleich eher wenig getan. Auf den Handel entfielen 18,4 Prozent (Vorjahr: 18,5 %), auf die Hersteller 9,6 Prozent (Vorjahr: 9,1 %). Erneut zweistellig war der Anteil der Autovermieter: An sie flossen im Mai 11,8 Prozent aller neu zugelassenen Autos (Vorjahr: 11,4 %).

Deutliche Zuwächse im Transportermarkt

Einen starken Monat hat auch der deutsche Transportermarkt hinter sich. Hier registrierte das KBA 46.339 Neuzulassungen (+21 %). Dabei wuchs die Nachfrage in allen Segmenten, besonders stark aber bei den Autovermietern. Den größten Marktanteil vereint aber mit Abstand das Gewerbekundengeschäft auf sich (42,5 %), gefolgt von den Privatkunden (23,4 %) und dem Handel (16,9 %). Den Rest teilen sich Vermieter (11,7 % Marktanteil) und Hersteller (5,47 %) auf.

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