Umfrage Deutliche Mehrheit will kein Apple-Car

Autor: Christoph Seyerlein

Allem Anschein nach will Apple 2024 mit einem eigenen Auto starten. Ein Selbstläufer dürfte der Einstieg für den US-Konzern aber nicht werden. Das zeigt auch eine Instagram-Umfrage von »kfz-betrieb« mit fast 1.900 Teilnehmern.

Firmen zum Thema

Steigt Apple schon bald ins Auto-Geschäft ein? Die Anzeichen verdichten sich.
Steigt Apple schon bald ins Auto-Geschäft ein? Die Anzeichen verdichten sich.
(Bild: gemeinfrei / Pixabay )

Die Anzeichen, dass Apple zeitnah ins Geschäft mit Autos einsteigen will, verdichten sich. Entsprechende Meldungen dazu machten kurz vor Weihnachten die Runde. Vergangene Woche brachte sich dann Hyundai als möglicher Partner ins Gespräch. Am Sonntag berichtete „Korea IT News“ gar, dass die Kooperation bereits beschlossene Sache sei. Hyundai solle 2024 mit der Produktion des „iCar“ beginnen und im ersten Jahr rund 100.000 Einheiten bauen, so der Tenor. Bestätigt hat das bislang aber weder Apple noch Hyundai.

Sollten die Kalifornier tatsächlich mit einem – vermutlich elektrisch angetriebenen und autonomen – Fahrzeug starten, räumt Peter Fintl von der Technologieberatung Altran dem US-Konzern durchaus Erfolgschancen ein. „Das Unternehmen hat eine erfolgreiche Historie disruptiver Anwendungen – verfügt auch deshalb über eine treue Nutzerschaft. Hier sind ohne Zweifel gewaltige Chancen vorhanden“, sagte er zuletzt im Gespräch mit »kfz-betrieb«.

Laut einer Umfrage von »kfz-betrieb« bei Instagram dürfte der Einstieg ins Auto-Geschäft selbst für Apple kein Selbstläufer werden. Von 1.868 Umfrageteilnehmern binnen 24 Stunden gaben 81 Prozent an, kein „iCar“ haben zu wollen. Die Zielgruppe des Instagram-Accounts von »kfz-betrieb« ist im Mittel relativ jung – knapp 88 Prozent der Follower sind 34 Jahre oder jünger. Dementsprechend dürfte die Community technologieaffin sein.

In direkten Nachrichten an die Redaktion äußerten mehrere User vor allem ihre Zweifel, ob Apple beim Preis des Autos überzeugen könne. Da noch nicht einmal feststeht, ob das Fahrzeug überhaupt kommt, ist selbstredend auch noch völlig unklar, in welchen Preisregionen es sich bewegen könnte. Generell ist Apple aber dafür bekannt, viel Geld für seine Produkte zu verlangen. Gerade im Volumen-Autogeschäft geht allerdings Vieles vor allem über den Preis.

Apple müsste sein Markenversprechen auch beim „iCar“ einlösen

Auch Peter Fintl sieht auf dem Weg zum „iCar“ noch manches Fragezeichen. „Produkte von Apple haben den Nimbus, in puncto Funktionalität und Usability absolut führend zu sein. Neue Geräte passen perfekt in das bestehende Ökosystem, welches stetig erweitert wird. Dieses Markenversprechen muss dann auch im Bereich Mobilität eingelöst werden“, sagte er. Bei den klassischen Fahrzeugtugenden wie Design, Fahrverhalten oder User-Experience sei er „sehr zuversichtlich“.

Auch im Bereich Batterie sei es machbar, Standards zu setzen. „Ganz spannend wird es jedoch beim Thema Fahrerassistenz beziehungsweise beim automatisierten Fahren. Hier sind Platzhirsche wie Waymo der Benchmark. Es dürfte nicht leicht sein, hier zu überholen oder zumindest aufzuschließen“, glaubt Fintl.

(ID:47061991)

Über den Autor

 Christoph Seyerlein

Christoph Seyerlein

Fachredakteur Next Mobility/Entwicklungsredakteur