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Deutlicher Anstieg der Insolvenzen im Februar

| Autor: Andreas Grimm

Der Februar war kein guter Monat für die Unternehmen in der Kfz-Branche. Die Zahl der Pleiten nahm deutlich stärker zu als in anderen Wirtschaftsbereichen. Betroffen waren Handel und Service gleichermaßen.

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(Foto: Rehberg)

Die Insolvenzsituation im Kfz-Gewerbe hat sich nach der Entspannung zum Jahresstart wieder verschärft. In einer aktuellen Auswertung berichtet das Statistische Bundesamt (Destatis) für den Februar von einem Anstieg der Kfz-Pleiten im Vergleich zum Vorjahresmonat um gut ein Drittel (+36,4 %) auf 60 Fälle. Seit Jahresstart sind damit 102 Kfz-Unternehmen in finanzielle Schwierigkeiten geraten (+1 %).

In 41 Fällen wurde im Februar das Insolvenzverfahren eröffnet, 19 Mal mangels Masse abgewiesen. Betroffen waren von den Pleiten 185 Mitarbeiter der Betriebe, die voraussichtlichen Forderungen der Gläubiger belaufen sich auf 19,8 Millionen Euro.

Im Februar hat sich die Kfz-Branche (Handel und Service inklusive Nutzfahrzeug- und Motorradbetriebe, Autowaschanlagen sowie Teilehandel) damit deutlich schlechter entwickelt als der gesamtwirtschaftliche Trend. Über alle Branchen hinweg weist das Destatis einen Anstieg der Insolvenzen um nur 2,8 Prozent aus.

Ausgelöst wurde der deutliche Anstieg der Pleiten in der Kfz-Branche sowohl durch Handels- als auch Servicebetriebe. Betrieben, die mit Kraftwagen aller Art handeln, fehlten in 24 Fällen die finanziellen Mittel für den laufenden Betrieb (+ 5 Betriebe). Dramatischer ist die Entwicklung bei den Werkstätten (Pkw + Nfz). In dieser Gruppe stieg die Zahl der Pleiten von 11 auf 24 Betriebe.

Dazu kamen noch vier insolvente Lackierereien (+1), eine Autowaschanlage (-2) und zwei Motorradbetriebe (+1). Leicht gedämpft wurde die Entwicklung durch den Teile- und Zubehörhandel. In dieser Gruppe wurden 5 Insolvenzen gemeldet, zwei weniger als im Vorjahresmonat.

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Über den Autor

 Andreas Grimm

Andreas Grimm

Redakteur, Redaktion »kfz-betrieb«