Deutsche Autobauer auf Rekordfahrt

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Von solchen Margen sind die französischen und US-amerikanischen Autobauer den Angaben zufolge weit entfernt: PSA Peugeot Citroën und Renault erwirtschafteten eine operative Ebit-Marge von je 2,6 Prozent. Ford, Fiat Chrysler Automobiles und General Motors kamen auf eine Ebit-Marge von 2,7 Prozent. Während der operative Gewinn der deutschen Autobauer im Gesamtjahr 2014 bei insgesamt 32,6 Milliarden Euro lag, erzielten die US-Hersteller zusammen eine Ebit-Marge von 9,4 Milliarden Euro. Der operative Gewinn der beiden französischen Autokonzerne lag bei 2,4 Milliarden Euro.

Auch beim Absatzwachstum hatten die deutschen Hersteller die Nase vorn: Volkswagen (plus fünf Prozent), BMW (plus acht Prozent) und Daimler (plus zehn Prozent) legten durchschnittlich um sechs Prozent zu und wuchsen damit stärker als die beiden französischen Autokonzerne (plus vier Prozent) sowie die japanischen und US-Hersteller (jeweils plus drei Prozent). Der weltweite Pkw-Absatz stieg im vergangenen Jahr laut Branchenverband OICA um knapp vier Prozent. Profitiert hätten die deutschen Autokonzerne vor allem vom starken Wachstum in China, aber auch von der Erholung auf dem europäischen Markt, heißt es in der Studie.

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Gute Aussichten für 2015

2015 stünden die Zeichen gerade für die deutschen Autokonzerne erneut auf Wachstum – dank billigem Öl und schwachem Euro: „Der relativ niedrige Ölpreis wirkt in vielen wichtigen Märkten wie ein Konjunkturprogramm und kurbelt dort die Nachfrage nach Neuwagen an“, heißt es in der Studie weiter. Der schwache Euro biete zudem den Unternehmen aus dem Euroraum die Chance auf höhere Umsätze und steigende Marktanteile. Einzig die konjunkturelle Abschwächung auf dem Wachstumsmarkt China und die Absatzkrise in Russland könnten sich für die deutschen Autobauer negativ auswirken.

Nach einer langen Durststrecke ging es im vergangenen Jahr auch in Westeuropa wieder aufwärts: Der Gesamtmarkt wuchs um fünf Prozent, das Wachstum der deutschen Autokonzerne erreichte ebenfalls fünf Prozent. „Der westeuropäische Markt hat im vergangenen Jahr die Kurve gekriegt und bietet der Autobranche endlich wieder Wachstumsmöglichkeiten. Die deutschen Autokonzerne haben in den vergangenen Krisenjahren massiv Marktanteile in Europa gewonnen und dürften von der Erholung des europäischen Neuwagenmarktes in den kommenden Jahren überdurchschnittlich stark profitieren“, heißt es in der E&Y-Studie.

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