Elektromobilität Deutsche Post setzt noch länger auf den Streetscooter

Autor / Redakteur: Svenja Gelowicz / Svenja Gelowicz

Der Streetscooter bekommt nun noch mehr Lebenszeit geschenkt als geplant. Sogar ein neues Modell soll kommen. Für die Deutsche Post DHL sind die E-Transporter wichtig, um die selbstgesteckten Umweltziele zu erreichen.

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(Bild: Streetscooter)

Die Gnadenfrist für Steetscooter wird immer länger. Mindestens bis Ende 2022 soll die Fertigung noch weiterlaufen. Das hat der Eigner Deutsche Post DHL am Donnerstag mitgeteilt. Eigentlich wollte das Unternehmen nicht länger Elektrofahrzeuge bauen und spätestens Ende 2021 die Produktion beenden. Das Neugeschäft war nicht wirtschaftlich, die Stückzahlen blieben letztlich gering. Daher suchte das Unternehmen lange einen Käufer für die Sparte – und entschied sich mangels Nachfrage für die Stilllegung.

Nun vollzieht die Deutsche Post eine Kehrtwende im Kleinen. Weil es auch ihrer Sicht am Markt weiterhin keine gleichwertigen Transporter von anderen Herstellern gibt, setzt der Konzern noch länger auf die Produktion eigener Fahrzeuge. An dem grundsätzlichen Beschluss, aus diesem Geschäft auszusteigen und sich auf die Kernkompetenzen eines Logistikers zu beschränken, ändert sich aber nichts. Die Streetscooter werden in Düren von einem externen Auftragnehmer gefertigt. Im Konzern sind noch etwa 300 Mitarbeiter für die Elektroflotte tätig, etwa für die Wartung.

Die Anzahl der Stromer in der Flotte soll von 15.000 Fahrzeugen auf um die 21.500 klettern. Außerdem komme ein neues Modell hinzu: der sogenannte Streetscooter Gigabox. Dieses Fahrzeug habe mit zwölf Kubikmetern Ladevolumen Platz für um die 240 Pakete. Erste Prototypen sollen noch im laufenden Jahr ihren Einsatz starten. Außerdem will die Deutsche Post DHL auch die eigene Ladeinfrastruktur ausbauen.

Neben den Transportern will das Unternehmen auch stärker auf E-Bikes und elektrifizierte Lastenräder setzen. Ein weiterer Schritt, um die Zustellung umweltfreundlicher zu machen, ist die Verlagerung von Waren auf die Schiene. Aktuell betrage der Anteil der per Güterzug transportierten Sendungen lediglich zwei Prozent. Langfristig könnte der Anteil auf etwa 20 Prozent steigen, heißt es vom Unternehmen.

Mit Material von dpa

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