Deutsche Post verkauft Street-Scooter

Autor / Redakteur: Christoph Baeuchle / Christoph Baeuchle

Die Post will künftig nicht nur den eigenen Fuhrpark mit dem Street-Scooter ausrüsten, sondern den E-Transporter auch an Dritte verkaufen. Der Konzern scheint in den Startlöchern zu stehen, doch viele Fragen sind noch offen.

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Dürfte bald öfter auf der Straße zu sehen sein: der Street-Scooter der Deutschen Post.
Dürfte bald öfter auf der Straße zu sehen sein: der Street-Scooter der Deutschen Post.
(Foto: Deutsche Post)

Die Deutsche Post will mit dem Street-Scooter nicht nur ihre eigene Flotte ausrüsten, sondern den Elektrotransporter auch an Dritte verkaufen. Bereits im nächsten Jahr könnte der Bonner Konzern mit Produktion und Verkauf beginnen. Allerdings sind noch einige Fragen offen, wie ein Post-Sprecher gegenüber »kfz-betrieb« bestätigte.

Zu Vertrieb, Finanzierung und Aftersales äußert sich das Unternehmen bislang nicht. Laut dem „Spiegel“ soll die Massenproduktion jedoch bereits in Kürze beginnen. Demnach plant das Unternehmen eine Fertigung von jährlich bis zu 10.000 Einheiten pro Schicht im eigenen Werk.

Damit dürfte auch der Preis einen erheblichen Sprung nach unten machen. Zumindest wenn man sich an die Worte des Street-Scooter-Entwicklers RWTH-Professor Achim Kampker hält. Er ging bei der einstigen Vorstellung des Fahrzeugs 2011 davon aus, dass der E-Transporter nach dem Start der Massenfertigung zu einem Preis ab 5.000 Euro verkauft werden könne.

Bei der Post hört sich dies nun deutlich vorsichtiger an: „Wenn man die Lebensdauer des Fahrzeugs betrachtet, haben wir gegenüber konventionellen Fahrzeugen vergleichbare Kosten“, erläutert ein Post-Sprecher gegenüber »kfz-betrieb«. „Die höheren Anschaffungskosten kompensieren sich durch geringere Energiekosten.“

Die Deutsche Post hat sich an dem Projekt der Rheinisch-Westfälischen Technischen Hochschule (RWTH) Aachen früh beteiligt und 2014 die von der Hochschule ausgegründete Street-Scooter GmbH übernommen. Den ersten Prototyp des Street-Scooter für die Deutsche Post hat das Unternehmen 2012 vorgestellt, eine erste Vorserie ist seit 2013 im Einsatz. Schrittweise hat die Post ihre Street-Scooter-Flotte ausgebaut. Bis Ende 2016 soll sie bundesweit auf 2.500 Fahrzeug anwachsen.

Im Dienste der Post muss das Fahrzeug täglich bis zu 200 Stopps und Anfahrvorgänge bewältigen und ist bis zu 300 Tage im Jahr im Einsatz sein. Das 4,6 Meter lange Fahrzeug zeichnet eine einfache und robuste Bauart aus. Es fährt bis zu 80 km/h schnell, der Motor verfügt über eine Leistung von bis zu 30 kW, die von einer Lithium-Ionen-Batterie und einem Asynchronmotor erzeugt wird.

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