Deutscher Automarkt erholt sich weiter

Alternative Antriebe kommen nicht in die Gänge

| Autor: Gerd Steiler

(Bild: VBM-Archiv)

Der deutsche Automarkt setzt seinen Erholungskurs fort. Wie das Kraftfahrt-Bundesamt (KBA) am Dienstag in Flensburg mitteilte, kamen im Februar 209.349 fabrikneue Pkw und Kombi in den Verkehr. Das sind 4,3 Prozent mehr als im Februar 2013. Auch das kumulierte Meldeergebnis für die ersten beiden Monate des neuen Jahres gibt Anlass zu vorsichtigem Optimismus. Mit insgesamt 415.345 Pkw-Neuzulassungen wurde das Resultat des Vorjahreszeitraums um 5,7 Prozent übertroffen. Im Januar hatte der Zuwachs noch 7,2 Prozent betragen.

„Die Fortschreibung des positiven Jahresauftakts im Februar bestätigt die zuversichtliche Stimmung der Branche für das laufende Jahr“, schreibt der Zentralverband Deutsches Kraftfahrzeuggewerbe (ZDK) in einer ersten Einschätzung der Zahlen. Die Entwicklung untermauert die Erwartung des Verbands, dass in diesem Jahr mit drei Millionen Neufahrzeugen zu rechnen sei.

Ein Grund für den Zuwachs sieht der Importeursverband VDIK in der Kaufbereitschaft der Privatkunden. Sie sei „nach wie vor hoch und legte mit rund 11 Prozent im Februar wieder deutlich stärker zu als der Gesamtmarkt“. Die Käufer würden mit ihren liquiden Mitteln lieber größere Anschaffungen tätigen, als das Geld zu minimalen Zinsen auf die Bank zu bringen, so VDIK-Päsident Volker Lange. Nach den Prognosen der Forschungsinstitute sei mit einem Anhalten des positiven Konsumklimas zu rechnen. Der Anteil der privaten Zulassungen lag im Februar bei 36,1 Prozent.

Verschiebungen gab es in den einzelnen Fahrzeug-Segmente: SUVs (+ 28,0 %), Geländewagen (+ 15,5 %) und die Oberklasse (+ 15,1 %) wiesen die höchsten Steigerungen auf. Verlierer des Monats waren das Mini-Segment (- 11,3 %), Vans (- 8,4 %) und die Mittelklasse (- 1,6 %). Der Löwenanteil der Pkw-Neuzulassungen war einmal mehr der Kompaktklasse (24,4 %) zuzuordnen.

Die Anteile der alternativen Antriebe lagen im Februar jeweils unterhalb der 1-Prozent-Marke. Die Hälfte aller Neuzulassungen waren Benziner. Der Dieselanteil lag bei 48,5Prozent. Mit 481 Elektro-Pkw lagen die Neuzulassungen mit dieser Antriebsart leicht über dem Vorjahreswert (+0,4 %). Flüssiggas (-22,5 %), Erdgas (-12,5 %) und Hybride (-2,2 %) entwickelten sich teils deutlich rückläufig.

Die Entwicklung der Marken

Profitiert haben von der Entwicklung Hersteller und Importeure gleichermaßen. Unter den deutschen Herstellern verbuchten Ford (+ 17,8 %/14.884 Neuzulassungen), Audi (+ 14,9 %/19.451), Opel (+ 13,8 %/15.403) und Porsche (+ 13,6 %/1.549) zweistellige Zuwächse. Aber auch BMW (+ 4,3 %/15.996) und Mercedes (+ 3,1 %/18.132) lagen deutlich im Plus.

Mehr oder minder starke Einbußen erlitten dagegen die BMW-Marke Mini (- 23,0 %/2.035), die Mercedes-Tochter Smart (- 15,3 %/1.990) und VW (- 1,3 %/42.324). Dessen ungeachtet bleibt die Wolfsburger Erfolgsmarke mit einem Marktanteil von 20,2 Prozent das mit Abstand zulassungsstärkste Fabrikat auf dem deutschen Automobilmarkt.

Stärkster Importeur bleibt die tschechische VW-Tochter Skoda mit einem aktuellen Marktanteil von 6,0 Prozent. Die größten Zuwächse in Reihen der relevanten Importmarken (über ein Prozent Marktanteil) verbuchten Peugeot (+ 27,3 %/3.978), Suzuki (+ 23,3 %/1.866), Skoda (+ 21,9 %/12.580), Nissan (+ 19,8 %/4.852), Seat (+ 19,1 %/6.133) und Dacia (+ 17,7 %/3.436). Mehr oder minder starke Einbußen mussten dagegen Hyundai (- 26,3 %/5.732), Toyota (- 12,8 %/5.067), Fiat (- 9,5 %/4.308), Renault (- 6,0 %/7.348) und Citroën (- 5,6 %/3.569) hinnehmen.

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