KBA-Statistik Deutscher Pkw-Markt um fast ein Viertel im Minus

Autor: Andreas Wehner

Auch im August war die Zahl der registrierten Neuwagen in Deutschland durch die aktuellen Produktionsengpässe deutlich rückläufig. Nur fünf Fabrikate verbuchten im Vergleich zum Vorjahresmonat Zuwächse.

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Hyundai war im August stärkster Importeur.
Hyundai war im August stärkster Importeur.
(Bild: Wehner/»kfz-betrieb«)

Der Halbleitermangel beeinflusste auch im August den deutschen Pkw-Markt, der im vergangenen Monat erneut rückläufig war. Wie das Kraftfahrt-Bundesamt (KBA) am Freitag mitteilte, wurden im August 193.000 Fahrzeuge neu registriert. Das waren 23 Prozent weniger als im Vorjahresmonat.

Dabei könnten die Hersteller mehr Autos verkaufen. Das schwache Ergebnis sei Folge der Produktionsengpässe, die Auftragsbestände entwickelten sich weiter positiv, sagte Reinhard Zirpel, Präsident des Importeursverbands VDIK.Im bisherigen Gesamtjahr steht mit 1,821 Millionen Pkw-Neuzulassungen noch ein leichtes Plus von 2,5 Prozent in der Bilanz.

Unter den deutschen Marken verbuchte Opel (+7,9 %) im August als einziges Fabrikat Zugewinne. Am deutlichsten nach unten gingen die Neuzulassungen mit minus 50 Prozent bei Mercedes.

Rekordmarktanteil für Hyundai

Unter den Importeuren übertrafen vier Fabrikate ihr Zulassungsergebnis aus dem August 2020: Suzuki (+37,2 %), Tesla (+33,9 %), Mazda (+19,3 %) und Ssangyong (+0,5 %). Den stärksten Rückgang wies das KBA mit minus 59,1 Prozent für Jeep aus. Mit einem Marktanteil von 5,2 Prozent – dem höchsten in der Geschichte des Unternehmens – setzte sich Hyundai an die Spitze der Importfabrikate.

35,5 Prozent der erstmals registrierten Pkw waren mit einem Benzinmotor ausgestattet, 17,7 Prozent mit einem Diesel. Batterieelektrische Fahrzeuge legten auf einen Marktanteil von 14,9 Prozent zu – das entspricht einem Plus von 80 Prozent zum Vorjahresmonat. Plug-in-Hybride kamen auf 12,7 Prozent.

Produktion weiter rückläufig

Der Auftragseingang der deutschen Hersteller aus dem hiesigen Markt stieg nach Angaben des VDA im vergangenen Monat um 8 Prozent im Vergleich zum August 2020. Das Auslandsgeschäft jedoch gab demnach etwas nach: Hier verbuchten die deutschen Autobauer im abgelaufenen

Monat einen Rückgang der Aufträge von 21 Prozent. Seit Januar gingen aber immer noch 17 Prozent mehr Aufträge aus dem Ausland ein als im Vorjahreszeitraum.

Die Produktion in den deutschen Werken schrumpfte im August weiter: Es wurden lediglich 133.600 Einheiten produziert – fast ein Drittel weniger als letztes Jahr um diese Zeit. (-32 Prozent). Betrachtet man den bisherigen Jahresverlauf, steigerte sich das deutsche Produktionsvolumen zum Vorjahr aber immer noch um 5 Prozent.

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Redakteur Newsdesk Automotive