Deutscher rückt an die Spitze des Karosseriebauer-Weltverbands

Detlev Thedens ist neuer AIRC-Präsident

| Autor: Konrad Wenz

Detlev Thedens ist der neue AIRC-Präsident.
Detlev Thedens ist der neue AIRC-Präsident. (Bild: Wenz / »kfz-betrieb«)

Auf der Generalversammlung am 11. Februar in Reykjavik hat der Weltverband der Karosseriebauer (AIRC – Association Internationale des Réparateurs en Carrosserie) im Rahmen der Vorstandswahlen eine neue Führung gewählt. AIRC-Präsident ist ZKF-Vizepräsident Detlev Thedens. Einstimmig votierte die Generalversammlung für den Düsseldorfer. Ebenfalls einstimmig zum AIRC-Vizepräsidenten bestimmten die Delegierten den Schweizer Felix Wyss aus dem Verband Carrosserie Suisse.

Weitere Vorstandsmitglieder sind Sara Perathoner (SAG, Südtirol), Femke Teeling (FOCWA, Niederlande), Kristof Eraly (Febelcar, Belgien) und Manfred Kubik (WKO, Österreich). Auch ihre Wahlen erfolgten einstimmig. Die Funktion des Generalsekretärs bleibt weiterhin bei ZKF-Hauptgeschäftsführer Thomas Aukamm.

Die AIRC-Generalversammlung mit ihrem neuen Präsidenten Detlev Thedens (Bildmitte, 6.v.li.). Links neben ihm steht derscheidende AIRC-Präsident Erik Papinski (zum Vergrößern bitte Bild klicken).
Die AIRC-Generalversammlung mit ihrem neuen Präsidenten Detlev Thedens (Bildmitte, 6.v.li.). Links neben ihm steht derscheidende AIRC-Präsident Erik Papinski (zum Vergrößern bitte Bild klicken). (Bild: Thomas Krebs)

Nach Beendigung ihrer Legislaturperioden scheiden neben Erik Papinksi (WKO, Österreich) als Präsident auch Peter Börner (ZKF) als Vizepräsident und Thomas Krebs (SKAD, Dänemark) aus dem AIRC-Vorstand aus. Der neue Vorstand soll offiziell auf dem Automobilen Zukunftsforum des ZKF (18. bis 20. Juni 2020) auf dem Dekra-Lausitzring in Klettwitz vorgestellt werden.

Digitalisierung und Schadenlenkung europaweit

Auf der Tagesordnung der Generalversammlung stand darüber hinaus der Report aus den Mitgliedsverbänden. Deutlich wurde, dass in nahezu allen Ländern ähnlichen Trends festzustellen sind, darunter die Bildung von Ketten und Reparatur-Gruppen, Digitalisierung und Schadenlenkung. Der Umgang mit den Versicherern wird in den einzelnen Ländern unterschiedlich gehandhabt: Teilweise wird konstruktiver gemeinsamer Dialog gesucht, teilweise bestimmen harte Verhandlungen um den Preis die Lage. Die Situation geht mancherorts hin bis zu einer Quasi-Monopolstellung der Versicherung.

Ein weiteres großes Thema war die Gruppenfreistellungsverordnung, mit der sich die einzelnen Verbände und auch der Weltverband intensiv auseinandersetzen. Noch-Präsident Erik Papinski bedankte sich am Ende der Sitzung für das ihm entgegengebrachte Vertrauen und die gute Zusammenarbeit. Besonderer Dank galt Michael Bollmann und der Firma Polysil, die die Reise nach Island als Sponsor unterstützt hat.

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