Deutschland gewinnt den Fünf-Länder-Cup

Autor / Redakteur: Edgar Schmidt / Edgar Schmidt

Der deutsche Meister der Kfz-Mechatroniker, Manuel Krüger, entscheid auch den Fünf-Länder-Cup für sich. Dort suchen die Kfz-Verbände Deutschlands, Österreichs, Südtirols, Luxemburgs und der Schweiz ihre Teilnehmer für die „World Skills“.

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Manuel Krüger aus Erfurt konnte nach dem Bundeswettbewerb im November nun auch den Fünf-Länder-Cup für sich entscheiden.
Manuel Krüger aus Erfurt konnte nach dem Bundeswettbewerb im November nun auch den Fünf-Länder-Cup für sich entscheiden.
(Foto: Schmidt)

Fünf anspruchsvolle Aufträge mit jeweils 60 Minuten Bearbeitungszeit – jeder gespickt mit mehreren Fehlern, das war das Spektrum des Fünf-Länder-Cup 2012, der am 8. Dezember in der Fachschule für Kraftfahrzeugtechnik der Kfz-Innung Berlin stattfand.

Mit einem souveränen Sieg konnte der Erfurter Manuel Krüger den Wettbewerb für sich entscheiden. Der amtierende Bundessieger zeigte bei keiner der Aufgaben eine Schwäche und konnte sich so gegen die besten Kfz-Mechatroniker aus Österreich, der Schweiz, Südtirol und Luxemburg durchsetzen.

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In diesem Fünf-Länder-Cup ermitteln die Kfz-Verbände der beteiligten Länder bereits seit 1997 alle zwei Jahre ihre Kandidaten für die Berufsweltmeisterschaften „World Skills“.

Entsprechend anspruchsvoll war das Programm, das die Teilnehmer in Bernau bei Berlin zu bewältigen hatten. Die Aufgaben reichten von der Motordiagnose über die Fehlersuche am Fahrwerk bis hin zu komplexen Problemen mit der Fahrzeugelektronik. Auch die Motormechanik gehörte zum Spektrum.

Alle Stationen waren perfekt vorbereitet vom Team um Rainer Ulrich, dem stellvertretenden Schulleiter der Fachschule für Kraftfahrzeugtechnik. Die Bildungsstätte bot einen hervorragenden Rahmen für einen fairen Wettstreit.

Junges Talent für die World Skills gesucht

Die zweite Deutsche Teilnehmerin, Sandra Jäger, musste sich mit dem zehnten Platz zufrieden geben. Das lag weniger an ihren fachlichen Qualitäten als an ihrer Nervosität – sie hatte Probleme mit dem Leistungsdruck in diesem Wettbewerb. Weil Krüger das Maximalalter für die World Skills bereits überschritten hat, war Jäger die Kandidaten des ZDK für die Weltmeisterschaften 2013 in Leipzig. Da der Druck bei den World Skills aber noch um ein Vielfaches höher ist, entschied sie sich gemeinsam mit dem ZDK, nicht an dem internationalen Wettbewerb teilzunehmen. Für den ZDK geht damit die Suche nach einem Kandidaten erneut los. Das zeigt, dass der Fünf-Länder-Cup ein gutes Instrument ist, um die Kandidaten abschließend auf ihre Wettkampfeignung zu prüfen.

Bei der Suche nach geeigneten Wettkämpfern stößt der ZDK jedoch immer wieder auf das Problem, dass die Betriebe ihre Mitarbeiter nicht bei einer Wettkampfkarriere unterstützen. „Viele Betriebe haben leider noch nicht erkannt, dass sie mit erfolgreichen Wettbewerbsteilnehmern ein hervorragendes Marketinginstrument in der Hand haben, das eine intensive Unterstützung auf jeden Fall rechtfertigt“, betont ZDK-Referentin Andrea Zeus, „und ein Mitarbeiter, der diese Unterstützung erfahren hat, fühlt sich mit seinem Betrieb stärker verbunden.“

Denn gute Resultate sind immer eine Pressemeldung wert, die meist in der Regionalpresse auf eine gute Resonanz stößt. Und wenn Betriebe mit dem Slogan „Wir bilden Landessieger, Deutsche-, Europa- oder sogar Weltmeister aus“, auf Nachwuchssuche gehen, haben sie gegenüber ihren Wettbewerbern auf dem immer enger werdenden Personalmarkt ein Argument mehr.

Das Ergebnis des Fünf-Länder-Cups 2012

1. Manuel Krüger, Deutschland

2. Lukas Hediger, Schweiz

3. Alexander Sudy, Österreich

4. Eric Mollard, Schweiz

5. Markus Gasser, Südtirol

6. André Vielra-Vala, Luxemburg

7. Florian Innerhofer, Südtirol

8. Elmar Valentin, Südtirol

9. Patrik Paller, Österreich

10. Sandra Jäger, Deutschland

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