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Diagnose Ausgesperrt – Kein Zugriff auf die Systeme

Autor / Redakteur: Steffen Dominsky / Steffen Dominsky

Mit Sicherheitstoren, Neudeutsch „Security Gateways“, verschließen mehr und mehr Autobauer die Bordnetzsysteme ihrer Fahrzeuge. Die Folge: Freie Werkstätten sind in Sachen Service- und Diagnosearbeiten immer öfter ausgesperrt. Doch der unabhängige Aftermarket sucht wie immer nach Lösungen – und findet sie.

(Bild: © Africa Studio - stock.adobe.com)

Jean-Baptiste Poquelin, besser bekannt als Molière, ein französischer Schauspieler und Dramatiker des 17. Jahrhunderts, formulierte es einmal so: „Wo sich eine Türe schließt, öffnet sich eine andere.“ Eine Weisheit, die ziemlich gut auch ins Hier und Jetzt passt, konkret auf das Thema „Security Gateway“ zutrifft. Gerade auch für freie Werkstätten schließt sich immer mal wieder ein Tor. Aktuell das des uneingeschränkten Zugangs via OBD-Dose zu beliebigen Fahrzeugsystemen im Rahmen von Wartung und Reparatur.

Wie bereits mehrfach berichtet (s. Ausgabe 29-30, 47 und 51-52/2019 sowie 29-30/2020) gehen Autobauer verstärkt dazu über, den bis dato im Prinzip ungehinderten Zugang zu ihren Fahrzeugsystemen via OBD-Dose mehr und mehr zu verbarrikadieren. Leitragende dieser Praxis: freie Werkstätten, aber auch andere, sogenannte unabhängige Marktbeteiligte („UMBs“), wie z. B. der ADAC. Angefangen hat das Dilemma mit Fiat Chrysler (FCA). Aber dank der eher homöopathischen Verbreitung der Marken dieses Konzerns drückte der Schuh bei den meisten freien Betrieben hier bislang nicht wirklich. Das wird sich demnächst deutlich ändern.