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Diagnose der Zukunft: Nur keine Torschlusspanik

| Autor: Jan Rosenow

Mit Konzepten wie dem „Security Gateway“ beschneiden immer mehr Autohersteller die freien Werkstätten in ihrer Arbeit. Doch es gibt Lösungen. Welche, das erfahren Sie auf der Fachtagung.

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Die „Autodoktoren“ Hans-Jürgen Faul und Holger Parsch (hier mit Dominik Lutter/ZDK und Dirk Marechal/Adis, v. li.) berichten über ihre Erfahrungen mit dem Euro-DFT.
Die „Autodoktoren“ Hans-Jürgen Faul und Holger Parsch (hier mit Dominik Lutter/ZDK und Dirk Marechal/Adis, v. li.) berichten über ihre Erfahrungen mit dem Euro-DFT.
(Bild: ZDK)

Bei der Diagnose von modernen Fahrzeugen stehen freie Werkstätten immer häufiger vor dem verschlossenen Tor – sprich: Sie bekommen mit ihrem Multimarkentester keinen Zugriff auf die Steuergeräte. Dahinter stecken Konzepte wie „Security Gateway – SGW“ (Fiat Chrysler Automobiles), „Schutz der Fahrzeugdiagnose – SFD“ (Volkswagen) oder das „Seed-&-Key-Verfahren“ (Mercedes-Benz).

Sie sollen laut den Herstellern die Cybersicherheit erhöhen und einen unbefugten Zugriff auf die Fahrzeugsysteme ausschließen. Doch für die freien Kfz-Betriebe bedeuten sie erst einmal: Fehlerspeicher lesen/löschen, Serviceanzeige zurückstellen und so weiter – Fehlanzeige!

Fachtagung für freie Werkstätten und Servicebetriebe 2019
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Das heißt aber nicht, dass die freien Betriebe in Zukunft von der Arbeit an modernen Fahrzeugen ausgeschlossen sind. Es gibt mehrere Möglichkeiten, das „Security Gateway“ zu überwinden. Eine Übersicht über aktuelle Diagnosetechnik und Antworten auf alle Fragen rund um die Fahrzeugdiagnose der Zukunft liefert die Fachtagung Freie Werkstätten und Servicebetriebe, die am 10. Oktober im Vogel Convention Center in Würzburg stattfindet.

Das Vortragsprogramm behandelt sämtliche Themen, denen Betreiber und Mitarbeiter von freien Werkstätten in ihrem beruflichen Alltag begegnen können, beispielsweise:

  • die Aktivitäten der OEMs in Sachen „Security Gateway“ und die diesbezüglichen gesetzlichen Vorschriften,
  • ein Überblick über aktuelle Diagnosegeräte und deren Zugangsmöglichkeiten zu „gesperrten“ Autos,
  • ein Einblick in die Elektronikarchitektur zukünftiger Fahrzeuggenerationen und deren Auswirkungen auf die Diagnose,
  • der Umgang mit dem elektronischen Serviceheft bei den unterschiedlichen Autoherstellern.

Die „Autodoktoren“ live in Würzburg

Ein Highlight der Fachtagung dürfte der Auftritt der „Autodoktoren“ Hans-Jürgen Faul und Holger Parsch sein. Die beiden Kfz-Profis nutzen in ihren Kfz-Werkstätten das Diagnosegerät Euro-DFT, das der ZDK in Kooperation mit ADIS-Technology entwickelt hat und das den uneingeschränkten Zugang zu Fahrzeugen über die originale Diagnosesoftware der Hersteller ermöglicht.

Seit mittlerweile zwölf Jahren berichten die „Autodoktoren“ in der Sendung „Auto Mobil“ auf Vox dem Fernsehpublikum live aus dem Werkstattalltag und haben es damit zu hoher Bekanntheit gebracht – auch in der Kfz-Branche. Die beiden Kfz-Profis stehen neben ihrer Fernsehkarriere mit beiden Beinen fest auf dem Werkstattboden: Sie leiten ihre eigenen Werkstätten, sind im Vorstand der Kfz-Innung Köln und in den Prüfungsausschüssen tätig. In Würzburg geben Sie dem Publikum ihre Erfahrungen mit dem Euro-DFT weiter.

Die Fachtagung gibt es erstmals auch live im Internet

Die Fachtagung Freie Werkstätten und Servicebetriebe findet am 10. Oktober im Vogel Convention Center in Würzburg statt. Vor dem Hintergrund der Corona-Pandemie hat die Vogel Communications Group ein umfassendes Hygienekonzept entwickelt, das aus dem „Hygienekonzept zur Wiedereröffnung von Messen, Kongressen und Ausstellungen“ der bayrischen Staatsregierung abgeleitet wurde. Zentrale Punkte sind:

  • eine Beschränkung der Teilnehmerzahl,
  • ein Mindestabstand von 1,5 Metern zwischen Personen sowie
  • Maskenpflicht in vielen Bereichen des Veranstaltungsgeländes.

Erstmals findet die Fachtagung zudem als sogenanntes Hybrid-Event statt. Teilnehmer haben die Wahl zwischen der Präsenzveranstaltung in Würzburg und der Onlineteilnahme per Livestream (inklusive Chatfunktion). Zudem werden die Vorträge im Nachgang per Aufzeichnung bereitgestellt. Die Tickets für die Präsenzveranstaltung kosten 179 Euro (zuzüglich Mehrwertsteuer). Bitte beachten Sie, dass die Zahl der Präsenztickets aufgrund der Sicherheitsbestimmungen streng limitiert ist. Der Zugang zur Onlineübertragung kostet 139 Euro. Für Innungsmitglieder und Abonnenten von »kfz-betrieb« gelten Sonderkonditionen. Weitere Informationen und die Möglichkeit zur Anmeldung finden Sie hier.

Die Fachmedienmarke »kfz-betrieb« und der Zentralverband Deutsches Kraftfahrzeuggewerbe (ZDK) haben die Fachtagung als Forum für Inhaber und Führungskräfte freier Werkstätten und Servicebetriebe entwickelt. Die praxisnahen Vorträge und Livepräsentationen sind ein besonderes Merkmal der Veranstaltung und behandeln das gesamte Arbeitsgebiet freier und markengebundener Kfz-Betriebe. Eine umfassende Branchenausstellung rundet das Programm ab. Partner der Fachtagung sind die Automechanika, BMW und die GTÜ. Ein besonderes Ereignis ist die Verleihung des Deutschen Werkstattpreises am Vorabend (9. Oktober), mit dem die besten freien Werkstätten Deutschlands ausgezeichnet werden. Die Präsentation der Top-Ten-Betriebe liefert viele Einblicke in das Servicemarketing erfolgreicher Kfz-Unternehmer und dürfte jedem Betriebsinhaber viele neue Ideen liefern.

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Über den Autor

 Jan Rosenow

Jan Rosenow

Ressortleiter Service & Technik, Vogel Communications Group