Diagnosegeräte: Zeig’s mir, Stielauge!

Ein prüfender Blick mit einem Endoskop führt oft schneller zur richtigen Diagnose als manch aufwendige Demontage. Doch nicht jedes der optischen Helferlein eignet sich für jeden Zweck – das zeigt ein ausführlicher Test der Redaktion.

| Autor: Ottmar Holz

Die beiden KFZ-Meister Christian Cloppenburg (li) und Marco ten Hagen (re) vom Schrauberblog prüften zusammen mit der Redaktion von »kfz-betrieb« die Handhabung der Endoskope.
Die beiden KFZ-Meister Christian Cloppenburg (li) und Marco ten Hagen (re) vom Schrauberblog prüften zusammen mit der Redaktion von »kfz-betrieb« die Handhabung der Endoskope. (Bild: Holz / »kfz-betrieb«)

Wie dick ist der Bremsklotz hinten rechts innen noch? Ist der Verdampfer der Klimaanlage sauber oder verpilzt? Verursacht vielleicht nur ein hineingefallenes Blatt oder doch ein Lagerschaden das störende Surren des Lüftungsgebläses? Oder diese Türverkleidung – ich habe doch alle Schrauben entfernt, warum geht sie nicht ab? Vielleicht löst sie sich, wenn ich noch ein bisschen stärker daran ziehe...? Das trockene Knackgeräusch, mit dem die übersehene Haltenase bricht, sowie die Folgekosten für ein Neuteil hätte sich der Betrieb wahrscheinlich sparen können – wenn der Monteur rechtzeitig hinter die Verkleidung gesehen hätte.

Der prüfende Blick durch kleine Bohrungen in diverse Hohlräume oder auf die nicht einsehbare Rückseite von Baugruppen gelingt relativ leicht mit einem Endoskop. Die Sonden der Geräte erinnern entfernt an die Stielaugen von Schnecken oder Krebstieren – auch bei ihnen sitzt ein kleines Auge an der Spitze eines flexiblen Stabs. Die Liste der möglichen Anwendungsfälle in der Kfz-Werkstatt ist schier endlos, genau wie die Zahl der auf dem Markt erhältlichen Endoskope. Deren Preisspanne ist ebenfalls gewaltig: Beim Discounter oder auf Ebay wird man schon bei deutlich unter 100 Euro fündig, im Fachhandel ist bei über 2.000 Euro noch lange nicht Schluss.

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