E-Auto-Batterien Die Blackbox durchleuchten

Von Jan Rosenow

Die objektive Prüfung des Gesundheitszustands von E-Auto-Batterien ist ein Schlüsselfaktor für die Vermarktung von gebrauchten E-Fahrzeugen. Erste Testverfahren bieten hier Fortschritte – aber sie können noch nicht alles.

Der Münchner Batteriespezialist Twaice hat sich mit dem TÜV Rheinland zusammengetan, um ebenfalls einen validen Batterietest zu entwickeln. Die Messung soll eine Stunde dauern.
Der Münchner Batteriespezialist Twaice hat sich mit dem TÜV Rheinland zusammengetan, um ebenfalls einen validen Batterietest zu entwickeln. Die Messung soll eine Stunde dauern.
(Bild: Blende11-Fotografen)

Gebrauchtwagenkäufer sind gegenüber E-Autos oder Plug-in-Hybriden noch deutlich skeptischer als Neuwageninteressenten, zeigt der aktuelle DAT-Report. Nur 27 Prozent der im Jahr 2021 Befragten konnten sich vorstellen, ein Auto mit alternativem Antrieb zu kaufen – gegenüber 59 Prozent der potenziellen Neuwagenkäufer.

Der wichtigste Grund dafür dürften Vorbehalte gegenüber der verbleibenden Leistungsfähigkeit der Batterie sein. Diese ist schließlich der teuerste Einzelbestandteil eines Elektroautos, und außerdem kann ein deutlicher Verlust an Reichweite auch die Nutzbarkeit im Alltag spürbar einschränken. Gebrauchtwagenkäufer dürften sich mit der Entscheidung deutlich leichter tun, wenn ihnen der Händler ein aussagekräftiges Zertifikat präsentieren könnte, in dem die verbleibende Leistungsfähigkeit der Batterie dargestellt wird.