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Die fünf wichtigsten Tipps für den Radlagerwechsel

| Autor: Jan Rosenow

Viele Radlager sind mit einem magnetischen Impulsgeber für das Raddrehzahl-Signal ausgestattet. Doch in welcher der beiden Dichtungen steckt der Ring? Das ist nur eine der Fehlerquellen beim Lagerwechsel.

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Die Radlagerkits sind das wichtigste Ersatzmarktangebot von NSK in Europa.
Die Radlagerkits sind das wichtigste Ersatzmarktangebot von NSK in Europa.
(Bild: NSK)

Radlager mit integriertem Signalgeber für die ABS- und ESP-Regelung (und das Reifendruckkontrollsystem) haben sich in der Erstausrüstung weitgehend durchgesetzt. Beim Austausch eines solchen Lagers kann man aber offensichtlich eine Menge falsch machen. Deshalb hat der japanische Wälzlager-Spezialist NSK die wichtigsten Tipps für den Radlagerwechsel in einer Pressemeldung zusammengefasst.

NSK bietet auf dem Ersatzmarkt Radlagerkits für eine Vielzahl von Fahrzeugmodellen an. Zu den Pro-Kit-Sätzen gehören neben den Original-Radlagern auch sämtliche Komponenten, die zur Montage erforderlich sind.

Der häufigste Fehler: falsches Lager

Der häufigste Fehler beim Radlagertausch ist laut NSK die Auswahl des falschen Lagers. Der Monteur sollte deshalb unbedingt das eingebaute mit dem neuen Lager vergleichen. Bei der Identifikation des richtigen Ersatzteils helfen auch der NSK-Online-Katalog oder die Hotline des Unternehmens.

Der magnetische Impulsgeber (Encoder) für das ABS-Signal erfordert bei der Montage besondere Aufmerksamkeit. Denn der Impulsgeber ist in eine der beiden Lagerdichtungen integriert. Sie ist abwechselnd mit Nord- und Südpolen ausgestattet, die vom ABS-Sensor erfasst werden. Wenn die Pole bei der Installation beschädigt werden, kann das zum Ausfall des ABS-Systems führen.

Werkzeuge können den Impulsgeber umpolen

Mithilfe einer Magnetfeldtestkarte kann der Mechatroniker feststellen, ob und in welcher der beiden Dichtungen sich die magnetischen Impulsgeber befinden. Mit derselben Testkarte lässt sich auch feststellen, ob ein eingebautes Lager einen Polschaden hat.

Der Werkstatttechniker sollte zudem unbedingt vermeiden, mit Werkzeugen wie Schraubenschlüsseln und Schraubendrehern in Kontakt oder in die Nähe des magnetischen Impulsgebers zu kommen. Das kann zu Umpolungen in der Dichtung führen, was später Probleme mit dem ABS-Signal verursacht. Deshalb ist es auch wichtig, das Lager erst unmittelbar vor dem Einbau aus seiner Schutzverpackung zu nehmen.

Beim Einpressen nur den Außenring belasten

Bei den Radlagern der Hub-1-Generation befindet sich nur auf einer Seite der Dichtung ein Encoder. Daher ist die Ausrichtung des Lagers beim Einpressen in den Achsschenkel entscheidend. Bevor der Monteur mit diesem Vorgang beginnt, sollte er sicherstellen, dass die Dichtung mit den Impulsgebern zum ABS-Sensor hin eingepresst wird.

Beim Eindrücken von Lagern der Hub-1-Generation muss er zudem ein Werkzeug verwenden, das nur die Stirnfläche des Außenrings berührt. Wenn bei diesem Vorgang Druck auf die Encoder-Dichtung oder den Innenring ausgeübt wird, kann dies schon nach wenigen Kilometern zum Lagerausfall führen. Wenn er ein geeignetes Werkzeug ausgewählt hat, richtet der Monteur das Lager zur Bohrung aus und drückt es vertikal in den Achsschenkel.

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Über den Autor

 Jan Rosenow

Jan Rosenow

Ressortleiter Service & Technik, Vogel Communications Group