Die großen Autohändler 2018: Autohausgruppe Rhein

Für Geschäftsführer Ralf Rhein hat 2018 vor allem die WLTP-Thematik dafür gesorgt, dass trotz gutem Verkaufsvolumen das Rabattniveau unerwartet stark angestiegen ist. Aufwind gab es im Gebrauchtwagengeschäft und bei großen Flotten.

| Autor: Wolfgang Michel

Vom Standort in Würzburg lenkt Rhein die Geschicke der angrenzenden Wirtschaftsräume.
Vom Standort in Würzburg lenkt Rhein die Geschicke der angrenzenden Wirtschaftsräume. (Bild: Rhein)

Die gute Nachricht ist: Die Rhein-Gruppe hat 2018 mehr neue BMW und Mini verkauft als im Jahr zuvor. Die weniger gute Nachricht lautet, dass aufgrund nach hinten verschobener Liefertermine weniger Neuwagen ausgeliefert wurden. In der Folge hat sich die Ertragslage im Neuwagenverkauf im Vergleich zum Vorjahr nicht verbessert – ganz im Gegenteil.

Hauptverursacher dieser wenig erfreulichen Bilanz ist die seit Monaten vorhandene WLTP-Problematik. Laut Geschäftsführer Ralf Rhein sei im Vergleich zu den anderen deutschen Automobilkonzernen die BMW Group zwar lange nicht so stark vom neuen Standard für die Kraftstoffverbrauchswerte betroffen. Aber auf einzelne Benzinermodelle müssten auch die BMW- und Mini-Kunden derzeit deutlich länger warten als sonst üblich. Hinzu käme, dass man selbst als BMW/Mini-Händler indirekt mit den WTLP-Auswirkungen anderer Marken zu kämpfen habe. „Derzeit gibt es aufgrund der WLTP-Thematik allen voran von den Handelspartnern des Volkswagen-Konzerns riesige Preisnachlässe auf Neuwagen oder Tageszulassungen. Das zwingt am Ende auch uns, Rabatte zu geben, die es in einem Normaljahr so nicht gäbe. WLTP sorgt nicht nur für fehlende Auslieferungen. WLTP lässt zudem noch die Nachlässe eskalieren“, beschreibt Ralf Rhein die derzeitige Situation.

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