Die großen Autohändler 2019: AVAG

In einem Jahr ohne spektakuläre Zukäufe hat sich die AVAG-Holding auf ihre Kernkompetenz fokussiert: Die Betriebe der Gruppe bei Detailverbesserungen zu unterstützen. Für 2020 plant die AVAG wegen unsicherer Rahmenbedingungen defensiv.

| Autor: Jens Rehberg

Das zur AVAG gehörende Automobilforum Kadea hat Ende Oktober in Berlin bereits seinen zweiten Ford-Store eröffnet.
Das zur AVAG gehörende Automobilforum Kadea hat Ende Oktober in Berlin bereits seinen zweiten Ford-Store eröffnet. (Bild: Kadea)

In der Ruhe liegt die Kraft – das scheint dieses Jahr ein Leitsatz der nach Stückzahlen größten deutschen Autohausgruppe zu sein. „Wir haben in diesem Jahr schlicht viel Alltag betrieben“, sagt Vorstandssprecher Albert C. Still, der bei der Autohandelsgruppe für das gesamte Ford-Geschäft sowie die Aktivitäten in Österreich, Kroatien, Polen und Ungarn verantwortlich ist. Natürlich gebe es immer wieder das eine oder andere IT-Thema. Auch das Callcenter-Konzept, bei dem die Kommunikation einzelner Betriebe oder ganzer Filialnetze gebündelt wird, entwickle die AVAG selbstverständlich weiter. Größere strategische Bedeutung haben sicherlich die Vorarbeiten für die Erneuerung des gruppenweit eingesetzten Dealer-Management-Systems. Eine finale Entscheidung im Hinblick auf einen Systemwechsel sei aber noch nicht getroffen worden – derzeit laufen in einigen Betrieben Test-Installationen von Incadea.

In der Augsburger Firmenholding bestimmt in diesem Jahr vor allem das Tagesgeschäft die Agenda. Das Team in der AVAG-Zentrale steht den Autohäusern der Gruppe seit jeher als interne Unternehmensberatung zur Seite. „Wir optimieren gemeinsam mit den jeweiligen Führungskräften vor Ort die einzelnen Geschäftsbereiche, also den Neu- und Gebrauchtwagenverkauf sowie das Aftersalesgeschäft“, sagt Albert C. Still. „Die Philosophie, als Dienstleister unsere Autohäuser in der Administration zu entlasten und somit den operativen Geschäftsführern vor Ort den Rücken frei zu halten, hat sich bis heute bewährt“, so der Händler. Damit könnten sich die Betriebe voll ihrer Kernkompetenz, dem Autohandel, widmen.

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