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Die großen Autohändler 2019: Kestenholz

| Autor / Redakteur: Dominik Faust / Dr. Dominik Faust

Weitgehend unbemerkt hat sich im Südwesten der Republik ein neuer großer Mercedes-Benz-Händler etabliert. Die Mutter kommt aus der Schweiz. Der Aufstieg begann mit der Übernahme der Daimler-Niederlassung Freiburg im Jahre 2015.

Rund acht Millionen Euro hat die schweizerische Kestenholz-Gruppe in den Bau ihres neuen Nutzfahrzeug-Zentrums in Deutschland investiert.
Rund acht Millionen Euro hat die schweizerische Kestenholz-Gruppe in den Bau ihres neuen Nutzfahrzeug-Zentrums in Deutschland investiert.
(Bild: Lukas Ramon Montanes)

Hund beißt Mann“ sei keine Nachricht, lernen Journalisten, „Mann beißt Hund“ dagegen schon. Nach dem gleichen Muster überrascht es weniger, wenn eine große Autohandelsgruppe aus Deutschland Standorte einer Marke in der Schweiz übernimmt. Wenn dagegen ein vergleichsweise kleiner Händler aus der Schweiz eine Niederlassung der Daimler AG in Deutschland übernimmt, lässt das aufhorchen.

2015 sorgte die eidgenössische Kestenholz Holding AG mit Stammsitz in Pratteln bei Basel für entsprechende Schlagzeilen in der Region Südbaden und in der Branche. Denn das Familienunternehmen kaufte die Mercedes-Benz-Niederlassung Freiburg mit dem Standort Bad Säckingen. Seither entwickelte der Händler sein Geschäft in Deutschland erfolgreich weiter. Mittlerweile trägt die Kestenholz GmbH zwei Drittel zum Absatz der gesamten Gruppe bei. Sie beschäftigt derzeit 425 Menschen (inkl. Auszubildende) an fünf Standorten und erwirtschaftet einen Umsatz in Höhe von 212 Millionen Euro. Damit haben die deutschen Betriebe einen Anteil von rund 50 Prozent am Gesamtumsatz der Gruppe (umgerechnet etwa 400 Mio. Euro).