Die großen Autohändler: Autohausgruppe Rhein

Autor / Redakteur: Wolfgang Michel / Wolfgang Michel

Für Geschäftsführer Ralf Rhein kann ein digitaler Auftritt das klassische Autohaus nicht ersetzen, sondern nur ergänzen. Er will sein Unternehmen auf beiden Feldern weiter professionalisieren. Zudem hat Rhein eine neue Markenpräsenz im Visier.

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Ob Diesel- und damit Restwertproblematik oder Langsteher und daraus resultierende Überbestände – das Gebrauchtwagengeschäft der Autohausgruppe Rhein geriet bereits ab September/Oktober 2016 massiv unter Druck. Die schwierige Situation hat sich über die ersten sechs Monate des laufenden Jahres fortgeschrieben. 2017 war somit alles andere als einfach. „Mittlerweile haben wir die Gebrauchtwagenbestände aber wieder gut im Griff, der Umschlagsfaktor stimmt“, sagt Geschäftsführer Ralf Rhein. Die Standtage seien weitgehend im grünen Bereich, was ebenso für den Ertrag gelte, den die Autohausgruppe mit Gebrauchtwagen erzielt.

Neben dem sehr herausfordernden Gebrauchtwagengeschäft gab es 2017 auch bei den Neuwagen einige Hürden zu nehmen. So sorgten Produktionsengpässe des Herstellers dafür, dass im ersten Halbjahr viele verkaufte Neuwagen nicht ausgeliefert werden konnten. Zudem hat im dritten Quartal die Diesel- und Abgasdiskussion den Auftragseingang vor allem im August und September deutlich erschwert. Insbesondere die Privatkunden hielten sich mit dem Autokauf zurück. Mit einem Anteil von über 40 Prozent ist diese Zielgruppe aber für Rhein eminent wichtig. „Die Privatkunden sind hochgradig verunsichert. Sie warten ab, was noch passiert“, sagt Rhein. Auf die Frage, ob die Werbung von BMW in Sachen sauberer Diesel hilft, antwortet Rhein: „Nur bei bereits gut informierten Kunden.“