Die großen Autohändler: Glinicke

Autor / Redakteur: Andreas Grimm / Andreas Grimm

Veränderte Kundenwünsche im Zuge der Digitalisierung fordern vom Handel strukturierte Antworten. Ein bisschen Online allein reicht nicht. In der Glinicke-Gruppe reichen die Veränderungen bis in die Geschäftsführung.

In Göttingen hat die Glinicke-Gruppe zuletzt in die Marken Jaguar und Land Rover investiert.
In Göttingen hat die Glinicke-Gruppe zuletzt in die Marken Jaguar und Land Rover investiert.
(Bild: Glinicke)

In der Glinicke-Gruppe lernen neue Mitarbeiter von Grund auf das Credo der Kundenorientierung. „Wir haben den Anspruch, dass unsere Kunden Bestleistungen erhalten“, hatte Seniorchef Peter Glinicke vor vielen Jahren als Grundauftrag formuliert. Dass dieses Leitbild für die Mitarbeiter wie für alle Führungskräfte bis hinauf zu der Inhaberfamilie gilt, zeigt die unternehmerische Weichenstellung, den digitalen Wandel als entscheidende Entwicklung im Verhältnis zwischen Kunden und Handel zu identifizieren und anzunehmen. Personalisiert wird dieser Schritt durch die Ernennung von Marketingchef Alexander Kropf zum Leiter Digitalisierung für die gesamte Gruppe. Er verantwortet künftig in der Unternehmensführung die digitale Transformation der Gruppe, womit das Thema zugleich an der Spitze der Autohandelsgruppe verankert ist.

Die Entscheidung ist eine Reaktion auf den wachsenden Digitalisierungsgrad des gesamten Kfz-Geschäfts. Dass sich an dieser Entwicklung noch etwas ändert, erwartet Florian Glinicke nicht, der die Geschicke des familiengeführten Unternehmens seit 2016 gesamtverantwortlich führt. Im Gegenteil: „Wir stellen uns damit strukturell darauf ein, dass das Digitalgeschäft weiter wachsen und immer neue Themen generieren wird.“