Die großen Autohändler: Tiemeyer-Gruppe

Autor / Redakteur: Wilfried Urbe / Joachim von Maltzan

Die Dieselkrise war wohl für die meisten Händler, insbesondere die des VW-Konzerns, eines der bestimmenden Themen in diesem Jahr. Auch bei der Tiemeyer-Gruppe war es nicht anders. Aber andere Aspekte spielen eine ähnlich wichtige Rolle.

Der neue Skoda-Betrieb der Tiemeyer-Gruppe.
Der neue Skoda-Betrieb der Tiemeyer-Gruppe.
(Bild: Tiemeyer)

Der Umgang mit der Dieselthematik lässt uns immer noch nicht los“, beschreibt der Vorstandsvorsitzende des Unternehmens, Heinz-Dieter Tiemeyer, die Situation, „das hat uns beschäftigt und wird es auch weiterhin tun.“ Das Lösungsmodell Elektromobilität sieht er zwar „am Horizont“, doch wünscht er sich eine Beschleunigung der Entwicklung: „Das muss jetzt schneller vorangetrieben werden. Und auch für die Dieselproblematik muss sobald wie möglich eine Lösung gefunden werden. Hier ist besonders die Politik gefragt.“ Sowohl Kunden als auch Händler würden im Ungewissen belassen, wüssten nicht, woran sie seien.

Dabei haben die Bochumer zu den Wirren der letzten Monate auch Positives zu vermelden. Denn einen Einbruch beim Absatz habe es nicht gegeben: „Aber wir mussten viel mehr mit den Kunden sprechen, mussten erklären, dass es keine Alternativen bei den Dieselantrieben gibt“, erklärt Tiemeyer, „diese Lage hat sich mit den drohenden Fahrverboten noch verstärkt. Doch nach wie vor verkaufen wir Diesel noch zu ordentlichen Preisen, auch wenn es anstrengender geworden ist.“ Ein Grund für diesen Umstand sei eine moderate Einkaufspolitik gewesen: „Wir haben nicht übermäßig Dieselfahrzeuge auf dem freien Markt dazugekauft. Daher sind wir mit den Herausforderungen zurechtgekommen.“