Lexus „Die Händlerrendite hat definitiv Potenzial nach oben“

Von Julia Mauritz

Licht und Schatten sind bei Lexus nah beieinander: Der neue NX übertrifft dank des neuen Plug-in-Hybridantriebs alle Erwartungen. Doch Lieferengpässe bremsen die Premiummarke aus. Nachbessern muss Lexus-Deutschlandchefin Nadine Busch aber auch an anderer Stelle.

Nadine Busch will die betriebswirtschaftliche Situation im Lexus-Händlernetz verbessern.
Nadine Busch will die betriebswirtschaftliche Situation im Lexus-Händlernetz verbessern.
(Bild: Lexus)

Redaktion: Sie leiten seit Anfang dieses Jahres die Geschicke von Lexus in Deutschland. Worauf haben Sie in den ersten drei Monaten Ihren Fokus gelegt?

Nadine Busch: Das Lieferzeitenmanagement hatte ganz klar die oberste Priorität. Es ist aktuell sehr wichtig, Lösungen zu schaffen, um dem Handel und den Kunden Sicherheiten im Verkauf zu geben.

Wie lange müssen die Kunden aktuell auf ihren neuen Lexus warten?

Das hängt vom Modell ab: Beim UX und RX sind es gerade einmal rund drei Monate, bei Bestandsware teilweise auch früher. Wir können hier dank der recht guten Verfügbarkeit auch Individualbestellungen annehmen. Beim neuen NX liegen die Lieferzeiten aktuell zwischen acht und neun Monaten. Das ist mehr, als wir erwartet hatten, und es ist auch nicht zufriedenstellend. Aber wir stehen damit immer noch besser da als manch ein Mitbewerber im Premiumsegment, die teils auf Bestellstopps setzen müssen. Wir gehen einen anderen Weg: Unsere Bestellsysteme sind offen, denn wir möchten unseren Kunden die Möglichkeit bieten, trotz verlängerter Wartezeiten ein Fahrzeug zu bestellen.