Die großen Autohändler 2020 Die Hermann-Gruppe weiß Veränderungen einzuschätzen

Autor: Andreas Grimm

Veränderungen gehören zum Leben. Sie fordern eine Reaktion, aber keine Kursänderung, ist Wolfgang Hermann überzeugt. Deshalb hält er an der Ausbildung ebenso fest wie an Investitionen. Letztere können aber ein bisschen kleiner ausfallen.

Die Hermann-Gruppe hat in einer Bestandsimmobilie ein Zentrum zur Gebrauchtwagen-Instandsetzung und optischen Aufbereitung aufgebaut. Zur Präsentation versammelten sich die Azubis der Gruppe, die „Helden der Krise“.
Die Hermann-Gruppe hat in einer Bestandsimmobilie ein Zentrum zur Gebrauchtwagen-Instandsetzung und optischen Aufbereitung aufgebaut. Zur Präsentation versammelten sich die Azubis der Gruppe, die „Helden der Krise“.
(Bild: Hermann-Gruppe)

Hermann investiert, Hermann bildet aus und beruft einen neuen Geschäftsführer – der Blick auf die „Schlagzeilen“ zur Hermann-Gruppe mit Sitz in Northeim vermittelt den Eindruck eines Normaljahres. Das ist 2020 zwar ganz und gar nicht gegeben. Aber Geschäftsführer Wolfgang Hermann lässt sich davon nicht aus der Ruhe bringen. Nach fünf Jahrzehnten im Kfz-Handel weiß er Veränderungen einzuschätzen und sieht den Wandel nicht als Bedrohung, sondern als Teil der Entwicklung. „Jede Veränderung ist auch Fortschritt. Deswegen ist die Angst davor unnötig“, ist der Autohauschef überzeugt. Gleichwohl erfordere die Veränderung eine unternehmerische, gestaltende Reaktion. Das klassische „Weiter so“ oder ein Schönreden „muss sofort vom Tisch und aus den Köpfen“, macht er den Mitarbeitern deutlich.

Ein gutes Beispiel für bewusstes Handeln ist der neue Hermann-Standort in Hildesheim. Im vergangenen Jahr hat die Autohausgruppe mit Hauptsitz in Northeim dort einen Renault-Betrieb der Dürkop-Gruppe übernommen und wollte an anderer Stelle neu bauen, damit der Standort die Standards des Herstellers und die eigenen Ansprüche erfüllt. Auf drei Millionen Euro war der Invest veranschlagt. Doch die Zeiten des Wirtschaftswachstums und hoher Zulassungszahlen sind vorerst vorbei – was das Neuwagengeschäft angeht, möglicherweise auf längere Sicht.

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 Andreas Grimm

Andreas Grimm

Redakteur, Redaktion »kfz-betrieb«