Automechanika Digital Plus Die kleine, große Messe in Frankfurt

Autor: Edgar Schmidt

Die Automechanika ist in diesem Jahr erstmals eine hybride Veranstaltung. Die Messe Frankfurt hat nun erste Details bekannt gegeben. Demnach können Besucher sich auf eine kompakte Messe und ein großes Informationsangebot freuen.

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Die Automechanika Digital Plus findet vom 14. bis zum 16. September 2021 in Frankfurt und online statt.
Die Automechanika Digital Plus findet vom 14. bis zum 16. September 2021 in Frankfurt und online statt.
(Bild: Messe Frankfurt)

„Alles ist anders“, mit diesen knappen Worten beginnt Olaf Musshoff, Direktor Automechanika Frankfurt, seine Erläuterungen, wenn man ihn auf die Automechanika Digital Plus anspricht, die in diesem Jahr vom 14. bis 16. September auf dem Frankfurter Messegelände und im World Wide Web stattfinden wird. Anders, weil es ein solches Messekonzept in Frankfurt bisher noch nie gegeben hat. Und anders, weil die Automechanika versucht, trotz Pandemie eine Messe auf die Beine zu stellen, an der möglichst viele Besucher und Aussteller teilnehmen können, ohne dafür nach Frankfurt reisen zu müssen. Aber sie können – wenn sie reisen wollen und dürfen – auch vor Ort in Frankfurt ausstellen und sich informieren.

Möglich machen soll diesen Spagat das neue Hybridkonzept der Messe Frankfurt. Obwohl die Messemannschaft bisher auf keine Hybrid-Erfahrungen aufbauen kann, wirkt dieses Konzept bereits sehr ausgereift. So würde es nicht verwundern, wenn viele Elemente daraus auch bei künftigen Automechanika-Messen erhalten blieben, selbst wenn das Reisen wieder problem- und gefahrlos möglich sein sollte.

Was findet in Frankfurt statt?

Die Automechanika Digital Plus wird in Frankfurt voraussichtlich einzig die Halle 3.0 nutzen. Dort bietet sie den Ausstellern sogenannte Plug-and-play-Stände in zwei verschiedenen Größen an. Damit können diese ihre Produkte und Dienstleistungen zeigen, ohne dafür einen großen Planungs- und Aufbau-Aufwand betreiben zu müssen. Das reduziert die Kosten und damit das Risiko, falls es Pandemie-bedingt wieder Einschränkungen im September geben sollte.

Laut Musshoff nehmen die Aussteller dieses Angebot bisher gut an. Etwa 75 Prozent der rund 200 Unternehmen, die sich bislang als Aussteller für die Automechanika angemeldet haben, werden auch einen Stand in der Halle belegen. Darunter sind laut Automechanika Unternehmen wie Schaeffler, Hunter, Liqui Moly, Sata, AVL Ditest, Beissbart und das Mercedes-Benz-Gebrauchtteile-Center.

Welche Bildungsangebote gibt es?

Auch die beliebten Weiterbildungsangebote wird es in diesem Jahr wieder in Frankfurt geben.

Als Innovationsschaufenster, Schulungszentrum und Testlabor für Autohäuser und Werkstätten zeigt zum Beispiel die „Zukunftswerkstatt 4.0“ auf der Messe in Kooperation mit dem Institut für Automobilwirtschaft (IfA) Technologien, Prozesse und Geschäftsmodelle von morgen. Acht Lernstationen entlang der sogenannten Customer-Journey zum Schwerpunkt Aftersales veranschaulichen eindrucksvoll den aktuellen Technologiewandel.

In Kooperation mit Partnern wie Dekra, DAT, TAK, Carbon, Car-o-Liner, Glasurit und Bosch finden auch wieder praxisorientierte Workshops auf der Messe statt. Allerdings gibt es in diesem Jahr hier nur Vorführungen, die von FabuCar und den Autodoktoren moderiert werden. Die Teilnehmer können also nicht selbst Hand anlegen, aber mit den Referenten in den Dialog treten.

Darüber hinaus bietet die „Automechanika Academy“ an allen drei Tagen ein breit gefächertes Programm. In Fachvorträgen und Podiumsdiskussionen greifen die Referenten aktuelle Entwicklungen zu den Themen „Tomorrow‘s Service & Mobility“, „Elektromobilität“, „3D-Druck“ und „Car Wash“ auf.

Natürlich darf in diesem Zusammenhang auch der Automechanika Schadentalk nicht fehlen. Er wird live aus dem Webstudio in Halle 4.0 vom Frankfurter Messegelände gesendet und ist als Public-Viewing-Event auf der Agora des Messegeländes geplant.

In Zeiten von Klimawandel und Umweltschutz gewinnt auch das Thema Kreislaufwirtschaft und Remanufacturing zunehmend an Bedeutung. Am 15. September findet deshalb in Kooperation mit dem Verband APRA (Automotive Parts Remanufacturers Association) der erste „Automechanika Remanufacturing Day“ statt. Dabei stellen Experten das Thema in vielen Facetten vor und beantworten die Fragen der Teilnehmer.

Nicht zuletzt findet auch das Finale des internationalen „Body & Paint“-Wettbewerbs vor Ort in Frankfurt statt. Hier zeigen Lackierer aus aller Welt ihr Können und küren ihren Weltmeister in einem großen Finale.

Wie ist die Hypermotion mit der Automechanika verbunden?

In diesem Jahr findet erstmals parallel zur Automechanika die Fachmesse für Mobilität und Logistik, die „Hypermotion“, statt. Themen dieser Veranstaltung sind zum Beispiel „Predicted Services“ für sichere Just-in-Time-Lieferungen, Flottenmanagement und alternative Antriebstechnik. Damit gibt es viele Schnittmengen zur Automechanika und ihrem Produktangebot. Deshalb können Besucher der Automechanika auch Vorträge und Veranstaltungen auf der Hypermotion besuchen. Außerdem betreiben beide Messen einen „Future Mobility“-Test und Erlebnisparcours auf dem Freigelände. Dort können Besucher Fahrzeuge mit alternativen Antrieben ausprobieren und sich zur Mobilität der Zukunft informieren.

Was ist online möglich?

Eine ganze Reihe an Ausstellern präsentiert ihre neuen Produkte und Dienstleistungen ausschließlich virtuell. Darunter sind Branchengrößen wie Bosch, Continental, Elring Klinger und Mahle.

Sämtliche Informationen aller Aussteller zu neuen Produkten sowie alle Vorträge und Workshops können Besucher virtuell über ihren Rechner abrufen. Und zwar nicht nur während der Messetage, sondern bis Ende September.

Die Automechanika bietet zudem eine Online-Plattform, auf der sich Messebesucher und Aussteller digital miteinander vernetzen können. Wer sich auf der Seite der Automechanika als Besucher registriert, bekommt automatisch eine Liste mit allen für ihn relevanten Ausstellern und Ansprechpartnern und kann auf diese Weise schnell an benötigte Informationen kommen. Dieses bei Partnerbörsen abgeschaute sogenannte Matchmaking bietet zudem den Vorteil, dass einem die Messe Firmen und Ansprechpartner vorschlägt, auf die man selbst vielleicht nie gekommen wäre.

Wer sich im Vorfeld der Messe registriert, bekommt zudem einen Gutschein für den Eintritt auf der Messe. Es lohnt sich also, einen Besuch auf der Automechanika einzuplanen und sich rechtzeitig anzumelden. Zumal man in diesem Jahr nicht unbedingt nach Frankfurt reisen muss, um sich zu informieren. Aktuelle Informationen zu Ausstellern und Veranstaltungen auf der Automechanika Digital Plus bietet die Messe wie gewohnt auf ihrem Online-Portal.

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Über den Autor

 Edgar Schmidt

Edgar Schmidt

stellv. Leiter Ausbildungsmedien