Umfrage Die meisten Autofahrer würden wieder einen Benziner kaufen

Autor / Redakteur: dpa / Andreas Wehner

30 Prozent der Autofahrer würden sich laut einer Forsa-Umfrage einen Benziner kaufen, 23 Prozent einen Hybrid. Elektroautos und Diesel sind weniger gefragt, aber in der Beliebtheit gleichgezogen.

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Das Mobilitätsverhalten hat sich in der Pandemie verändert.
Das Mobilitätsverhalten hat sich in der Pandemie verändert.
(Bild: SP-X/Lea Fuji)

Benziner stehen in der Gunst der deutschen Autofahrer immer noch oben. Beim Kauf des nächsten Autos liebäugeln 30 Prozent der Befragten nach wie vor mit einem Ottomotor, wie eine Umfrage des Meinungsforschungsinstituts Forsa unter 1.011 Autofahrern ergab. Rund 23 Prozent denken über den Erwerb eines Hybridfahrzeugs nach. Jeweils 12 Prozent favorisieren einen Diesel oder ein rein elektrisch angetriebenes Fahrzeug. Durchgeführt wurde die Umfrage im Auftrag der Targobank.

Zwei Drittel der Befragten hielten Hybridfahrzeuge für einen guten Kompromiss aus geringer Umweltbelastung und Reichweite. Doch könnte die Begeisterung für diesen Fahrzeugtyp ihren Höhepunkt überschritten haben. Vor einem Jahr lobten noch 73 Prozent die Hybrid-Fahrzeuge.

Auf wenig Verständnis stößt bei den meisten Autofahrern der Umfrage zufolge nach wie vor die Erhöhung der CO2-Steuer, durch die seit Jahresbeginn Benzin und Diesel deutlich teurer wurden. Fast zwei Drittel der Befragten (63 %) gaben an, sie empfänden die Erhöhung als Zumutung für die Autofahrer. Gut jeder Fünfte meinte allerdings auch, die CO2-Steuer müsse sogar noch deutlich höher sein, um ernsthafte Anreize für mehr E-Mobilität zu schaffen.

Die Mehrheit der Befragten (58 %) sprach sich für ein Tempolimit auf Autobahnen aus. Rund 41 Prozent lehnten eine Geschwindigkeitsbegrenzung ab. Im Durchschnitt hielten die Befragten ein Tempolimit von 135 Stundenkilometern für angemessen. Im Vergleich zum Vorjahr nahm die Zahl der Befürworter eines Tempolimits damit leicht ab. 2020 hatten sich noch 62 Prozent der Befragten für eine generelle Geschwindigkeitsbegrenzung ausgesprochen.

Autonutzung sinkt, ÖPNV-Nutzung sinkt stärker

Durch die Covid-19-Pandemie hat sich die Nutzung des eigenen Pkws, aber auch von Bussen und Bahnen deutlich verändert. In der Umfrage gab gut ein Drittel (36 %) an, weniger häufig mit dem Auto unterwegs zu sein als vor der Krise. Sogar fast die Hälfte (45 %) nutzte seltener Busse und Bahnen.

Dass sich die Pandemie nachhaltig auf das Mobilitätsverhalten in Deutschland auswirkt, glauben allerdings nur 37 Prozent der Befragten. Die Mehrheit (58 %) rechnet über kurz oder lang mit einer Rückkehr zum Stand vor der Krise.

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