Durchstarten 2021 „Die Menschen brauchen eine klare Orientierung“

Autor: Andreas Wehner

Trotz der Corona-Krise war 2020 für den norddeutschen BMW- und Mini-Händler May & Olde ein gutes Jahr. Geschäftsführer Christian Rönsch setzte früh auf eine breit angelegte Kommunikation in Richtung Mitarbeiter und Kunden. Das so geschaffene Vertrauen zahlte sich aus.

Christian Rönsch ist seit über 15 Jahren Geschäftsführer bei May & Olde.
Christian Rönsch ist seit über 15 Jahren Geschäftsführer bei May & Olde.
(Bild: May & Olde)

Redaktion: Wie würden Sie das allgemeine Stimmungsbild in Ihrem Unternehmen beschreiben?

Christian Rönsch: Unter den gegebenen Verhältnissen ist die Stimmung gut. Als die Pandemie im März 2020 in Deutschland Fahrt aufgenommen hatte, schien all das unvorstellbar. Ich bin selbst sehr emotional gewesen und habe mir große Sorgen um die Zukunft des Unternehmens gemacht. Nach einer ersten Schockstarre war aber klar: Jetzt braucht es schnelle Maßnahmen. Wir haben einen Krisenstab gebildet. Wichtig war uns, dass wir sowohl die Mitarbeiter als auch die Kunden schnell, ehrlich und regelmäßig informieren wollten. Das ist uns gelungen. Dadurch konnten wir die Motivation der Mitarbeiter aufrechterhalten und nach dem ersten Lockdown eine Aufholjagd starten. Am Ende hatten wir ein erfolgreiches Jahr und sind vor allem ein Stück zusammengewachsen. Mit einer Pandemie-Prämie haben wir uns bei unseren Mitarbeitern für die geleistete Arbeit bedankt.

Hat sich die Stimmung mit dem zweiten Lockdown verändert?

Das hat natürlich wieder auf die Stimmung gedrückt. Wir haben schon im Lockdown light gespürt, dass die Kunden zurückhaltender wurden – zunächst vor allem im Hinblick auf das Neuwagengeschäft. Mit dem harten Lockdown ist auch die Serviceauslastung zurückgegangen. Viele Leute vermeiden es eben, aus dem Haus zu gehen. Das Gebrauchtwagengeschäft läuft bislang ordentlich weiter – die Stückzahlen nehmen ab, aber die Erträge sind gut.

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 Andreas Wehner

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Redakteur Newsdesk Automotive