Peugeot „Die Preise werden weiter hochgehen“

Von Jens Rehberg

Peugeot-Deutschlandchef Haico van der Luyt erläutert seine Einschätzungen zur derzeit schwierigen Situation im Handel und auch beim Hersteller. Seiner Ansicht nach könnte der Gesamtmarkt auch mittelfristig kleiner werden.

Haico van der Luyt: „Wir konnten 2021 so viele Open Points mit neuen Partnern schließen wie in den letzten zehn Jahren nicht.“
Haico van der Luyt: „Wir konnten 2021 so viele Open Points mit neuen Partnern schließen wie in den letzten zehn Jahren nicht.“
(Bild: Stellantis)

Redaktion: Herr van der Luyt, wie ist aus Ihrer Sicht der Jahresstart für Peugeot in Deutschland gelaufen – insbesondere der Marktstart des 308?

Haico van der Luyt: Zunächst mal möchte ich zum vergangenen Jahr sagen, dass das Volumen an Kaufverträgen, die der Handel geschrieben hat, auf dem besten Niveau der letzten fünf Jahre lag. Wir haben die Elektromobilität in den Vordergrund gerückt, viel geschult und gute Förderprogramme aufgelegt. Wofür wir mit einem Marktanteil in diesem Segment belohnt wurden, der deutlich über unserem Gesamtmarktanteil liegt, nämlich 2,6 Prozent. In den beiden ersten Monaten des laufenden Jahres lagen wir mit dem Bestelleingang im Vergleich zum Vorjahr im Plus.

Und der neue 308?

Den 308 haben wir ja bislang nur als Limousine gelauncht – und mit der liegen wir im Auftragseingang auf Vor-Corona-Niveau. Unser Anspruch ist natürlich größer – aber diesem Fahrzeug müssen wir auch ein bisschen Zeit geben. Wir konnten zwar zu Beginn sehr hohen Werbedruck entwickeln und haben den Partnern damit auch Interessenten gebracht, aber die gestiegenen Preise zum Vorgängermodell verzögern die Kaufentscheidung. Wir haben zudem bei den Leasingraten im Zuge der allgemeinen Preiserhöhungen einen Sprung nach oben gemacht, gerade im Vergleich zu Verträgen mit alten 308-Modellen. Entsprechende Diskussionen haben wir vor allem mit Großkunden, die wir aber letztlich dann doch in den meisten Fällen halten können.