Die Zukunft des Scheibenwischers

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Auch eine andere Evolution des Wischers wird 2014 in einem neuen Serienmodell eines europäischen Herstellers Premiere feiern. Im Mittelpunkt steht die Verlagerung der Wischwasserdüsen von der Motorhaube in die Nähe der Scheibe. Einen ersten Schritt in diese Richtung machte Mercedes 2012 mit der „Magic Vision Control“ für den SL. Hier kommt das Wasser direkt aus dem Wischerblatt und wird durch winzige Öffnungen vor der Wischlippe auf das Glas gesprüht. Das soll laut Mercedes nicht nur die Reinigungswirkung verbessern, sondern auch bis zu 50 Prozent Wasser sparen.

Bosch will einen ähnlichen aber doch anderen Weg gehen. Bei dem so genannten Jet Wiper werden jeweils zwei Wasserdüsen in den Wischerarm integriert. Auch hier wird das Wasser direkt vor das Wischgummi gespritzt, kommt aber eben nicht aus dem Wischerblatt. Dieser Unterschied erscheint gering, ist aber nicht unwichtig: Die Konstruktion erlaubt den Einsatz herkömmlicher und damit vergleichsweise günstiger Wischergummis.

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Die Verlagerung der Wasserdüsen von der Haube hin zum Wischer wird künftig in immer mehr Fahrzeugen zu finden sein. Ein Grund ist, dass die Autobauer jeden noch so winzigen Platzgewinn im Motorraum begrüßen. Zum anderen sind die traditionellen Hauben-Düsen hinderlich, wenn es um Maßnahmen zum Schutz von Fußgängern geht.

Unabhängig von Innovationen an den Wischerarmen gibt es eine weitere Entwicklung, die sich allerdings dem Auge des Betrachters entzieht. In der Vergangenheit kamen in den verschiedenen Systemen vor allem so genannte Rundläufermotoren zum Einsatz, deren Gestänge viel Platz benötigt – den möchten die Autobauer aber eben lieber für andere Dinge wie die Klimaanlage nutzen. Daher sind zunehmend Motoren im Einsatz, die den Wischer direkt oder mit deutlich weniger Gestänge von links nach rechts und wieder zurück bewegen.

Fazit: Das gallische Dorfes der Automobiltechnik wird ausgebaut – ein wirklicher Ersatz für das Uralt-System Scheibenwischer ist nach wie vor nicht in Sicht.

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