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Diese Autos wurden 2018 eingestellt

Autor / Redakteur: sp-x / Jakob Schreiner

Die Trauermiene zum Jahresende ist aufgesetzt: Los geht es mit der Verabschiedung der Autos, deren letztes Stündlein 2018 geschlagen hat.

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(Bild: gemeinfrei / CC0 )

Es ist wieder einmal Zeit, gesetzte Worte zum Abschied der in den vergangenen zwölf Monaten eingestellten Autos und über weitere Abschiede zu schreiben. Damit es nicht zu salbungsvoll wird, gilt es, hin und wieder die Regel, über einen Verblichenen nichts Schlechtes (de mortuis nihil nisi bene) zu sagen, zu ignorieren.

Was für ein Jahr! Wer dachte, 2018 würde für die Autoindustrie endlich ruhiger werden und sie könnte sich wieder auf ihre Kernkompetenzen wie Entwickeln, Produzieren und Verkaufen von Fahrzeugen konzentrieren, sah sich getäuscht. Der Dieselabgasskandal beschäftigt weiterhin nicht nur den VW Konzern, diesen aber zu Recht besonders. Und nicht nur ihn als allgemeines Abstraktes, sondern gleich den einen oder anderen hochrangigen Funktionär des Unternehmens im Speziellen. Dass zum Beispiel ein Vorstandsvorsitzender, der sich dem Firmenslogan „Fortschritt durch Technik“ verpflichtet hatte, durch seine nicht ganz dem Geiste des Ausspruches konforme Interpretation dieser Aussage hinter schwedischen Gardinen wiederfand und somit „vom Markt“ genommen wurde, ist schon bemerkenswert.

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Bleiben wir beim Thema Selbstzünder: Dieselmotoren mit komplexer Abgastechnologie machen Kleinwagen teuer. So verwundert es nicht, dass immer mehr Hersteller wie zum Beispiel VW beim Polo auf einen solchen Antrieb im Kleinwagen-Motorenprogramm verzichten. Gleich den großen Diesel-Kehraus in Deutschland haben derweil Marken wie Toyota, Nissan, Subaru und Suzuki vollzogen.

Mitte des Jahres kam der Eindruck auf, dass viele Modelle vom Markt verschwunden sein. Doch mitnichten. Sie standen nur Schlange und zwar vor Prüfständen. Die Umstellung auf das neue Verbrauchsmessverfahren WLTP dauerte – Überraschung! - länger als gedacht, und so hingen zumeist die deutschen Hersteller mit ihrem vielfach aufgefächerten Karosserie- und Motorenangebot hinterher. Zumal der eine oder andere Ingenieur vorrangig mit der Abarbeitung der Folgen des Diesel-Skandals beschäftigt war. Die Hersteller nahmen also zwischendurch einfach Modelle vom Markt, die noch nicht rechtzeitig vor dem 1.September nach den entsprechenden Richtlinien zertifiziert waren.

Auch Schönlinge bleiben nicht verschont

Natürlich verschwanden 2018 auch Modelle ganz vom Markt. Gar nicht mehr mitspielen darf zum Beispiel bei Mitsubishi ein Oldie. Der Geländewagen-Klassiker Pajero geht nach 36 Jahren Modellgeschichte in den wohlverdienten Ruhestand, immerhin war die letzte und vierte Generation seit 2007 am Start. Die Gründe für den Renteneintritt sind vielschichtig, dazu zählen aber sicherlich gestiegene und gewandelte Kundenansprüche sowie moderne Abgas- und Sicherheits-Vorschriften.

Dass irgendwann einfach Schluss sein muss, kann man ebenfalls bei Fiat sehen. Pünktlich zum silbernen Modelljubiläum geht der Punto, das ehemalige Brot- und Butter-Auto und Bestseller des italienischen Herstellers, sang- und klanglos. Das Sparen und Nicht-Investieren bei der italienischen Kernmarke zeigen Konsequenzen. Wie lange sich die betagten Modelle Panda und 500 noch halten können? Dem Alfa Mito, einem Ableger des Punto, hat übrigens ebenfalls sein letztes Stündlein geschlagen. Merke, auch Schönlinge bleiben nicht verschont. Das gilt auch auf den Alfa 4c, dessen Coupé-Produktion jetzt ausläuft, immerhin bleibt der 4c Spider noch ein wenig am Markt. Alfa-Sportwagenfans müssen sich auf das Debüt des neuen 8c gedulden.

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