Ctek Diese vier Trends bestimmen die Entwicklung der E-Mobilität

Von Pressemitteilung

Das E-Auto erweist sich aufgrund steigender Energiepreise mehr und mehr als wirtschaftlicher Gewinner. Doch es gibt auch einige Hürden. Peter Görtzen vom Ladespezialisten Ctek sagt, was sich ändern müsste, damit der E-Mobility-Boom in Deutschland nicht ausgebremst wird.

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Die Batterieladegerät-Experten von Ctek erweitern ihr Produktportfolio und bieten seit Kurzem mit der „Chargestrom Connected 2“ eine Wallbox auf dem deutschen Markt an.
Die Batterieladegerät-Experten von Ctek erweitern ihr Produktportfolio und bieten seit Kurzem mit der „Chargestrom Connected 2“ eine Wallbox auf dem deutschen Markt an.
(Bild: Ctek)

In Zeiten steigender Benzinpreise und politischer Herausforderungen richtet sich mehr Aufmerksamkeit auf die Mobilität, mit der Autofahren nachhaltig günstiger und zukunftsfähiger wird. Peter Görtzen, Director Wholesale für die EMEA-Region bei Ctek, gibt einen Überblick über die aus seiner Sicht aktuellen Trends und notwendigen Entwicklungen, damit das E-Auto seinen Siegeszug antreten kann.

Energiewende und Klimaziele

Die Abhängigkeit von fossilen Brennstoffen wird dem Autofahrer an der Zapfsäule schmerzlich vor Augen geführt. Das kürzlich beschlossene Maßnahmen-Paket der Bundesregierung soll die Verbraucher schnell und sozial gerecht entlasten. Eine nachhaltige Lösung in Sachen Klimaschutz ist das allerdings nicht. Ein vollständiger Umstieg auf die drei Energieträger Sonne, Wasser und Wind, die keine Treibhausgas-Emissionen verursachen, ist daher nötig. Der Umbruch im Automobilbereich ist an den Ausbau der erneuerbaren Energien gekoppelt. Denn Elektromobilität ist im Betrieb zwar günstiger, nicht aber umweltfreundlicher, wenn sich der Strommix Deutschlands nicht ändert.

Peter Görtzen, Director Wholesale für die EMEA Region bei Ctek.
Peter Görtzen, Director Wholesale für die EMEA Region bei Ctek.
(Bild: Ctek)

Bidirektionales Laden mit grüner Energie

Das E-Auto wird mehr als nur ein Fahrzeug, um von A nach B zu kommen. Es wird auch ein beweglicher Stromspeicher, der, je nach Konfiguration, Strom abgeben kann und so Engpässe in Haushalten und Gewerbe abfedern kann. Während bidirektionales Laden für den Autofahrer nur wenig ändert, eröffnet dem Energiekunden das Wechselspiel aus grüner Energie und Elektro-Auto dagegen eine Möglichkeit, Geld zu sparen. Im Idealfall kann der Kunde mit der Sonnenenergie von seinem eigenen Hausdach sein Auto laden, ohne dass es ihn etwas kostet. Umgekehrt kann er mit dem Strom aus der Batterie seines Autos zu Spitzenlastzeiten Geräte in seinem Haushalt betreiben oder ihn an Dritte weiterverkaufen. Das Potenzial intelligenter Stromnutzung durch ein System aus erneuerbaren Energien, neuen Speichertechnologien und den Ausgleich von Belastungsspitzen über die E-Auto-Flotte schätzen Experten als deutlich größer ein als beispielsweise das Potenzial der Pumpspeicherkraftwerke, deren Betrieb an sehr spezielle Voraussetzungen gebunden ist.

Ausbau der Ladeinfrastruktur

Ein wesentlicher Treiber, die Ladeinfrastruktur auszubauen, dürften gewerbliche Flotten sein. Denn der Druck auf Unternehmen wächst, wenn es um umweltfreundliche Flotten und Dienstfahrzeuge geht. Dass das Interesse groß ist, Ladesäulen zu bauen, zeigt der hohe Andrang am 300 Millionen Euro budgetierten Förderprogramm des Bundesverkehrsministeriums „Ladeinfrastruktur vor Ort“. Bis zum 31. Dezember 2021 konnten kleine und mittlere Unternehmen die Förderung beantragen. Der Topf ist laut Bundesregierung ausgeschöpft, denn es sind bereits Anträge in einem Volumen von 363 Millionen Euro eingegangen. Aber auch am Zielort, am Arbeitsplatz und direkt an der Straße müssen Ladesäulen entstehen. Nur so kann das ehrgeizige Ziel der Regierung von einer Million öffentlichen Ladepunkten bis zum Jahr 2030 erreicht werden. Aktuell sind etwa 56.000 Ladesäulen verfügbar.

EV-Roaming für unabhängiges Laden

Der Zugang zu Lademöglichkeiten muss nutzerfreundlicher werden – auch über Landesgrenzen hinweg. Eine Reihe von Betreibern wie „Eon Drive“ und „Vattenfall Incharge“ haben jetzt „Lade-Roaming“-Vereinbarungen geschlossen, die das leisten sollen. Das System funktioniert ähnlich wie Daten-Roaming-Vereinbarungen für Mobiltelefone. Dabei schließt man mit einem E-Mobilitätsanbieter einen Stromladetarif ab. Die Zahlungsmethoden an den Ladestationen sollten dafür einheitlich sein. Aktuell müssen viele E-Auto-Besitzer mehrere RFID-Tags für das Laden unterwegs mitführen. Der Ladevorgang an einer neuen Ladesäule erfordert oft das Scannen eines QR-Codes oder die Registrierung auf einer Website oder in einer App. Auf Bundes- und EU-Ebene wird dabei an gesetzlich eingeforderten Standards gearbeitet, die die Betreiber verpflichten sollen, ihre Ladestationen diskriminierungsfrei und transparent für jedermann zugänglich zu machen und Zahlungen per Debitkarte zuzulassen. Die sich entwickelnde internationale Norm ISO 15118 für die standardisierte Kommunikation zwischen Fahrzeug und Stromnetz stellt zusätzlich einen echten Wendepunkt dar. Denn sie wird das Anschließen und Laden von Elektrofahrzeugen wesentlich vereinfachen. Das Auto identifiziert sich an der Säule selbstständig und die Kosten für den Ladevorgang werden automatisch von der Bank- oder Kreditkarte des Besitzers abgebucht.

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