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Diesel-Neuzulassungen im Januar gestiegen

| Autor: Andreas Wehner

Der deutsche Pkw-Markt war im Januar im Vergleich zum Vorjahresmonat um 1,4 Prozent rückläufig. Allerdings war der Januar 2018 auch der stärkste Jahresstart seit 1999. Der Dieselanteil in Deutschland ist dagegen wieder gewachsen.

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(Bild: Wehner / kfz-betrieb)

Der deutsche Pkw-Markt ist mit einem Minus ins Jahr gestartet. Im Januar 2019 wurden mit 265.702 Einheiten 1,4 Prozent weniger Autos neu zugelassen als ein Jahr zuvor, wie das Kraftfahrt-Bundesamt (KBA) am Montag mitteilte.

Der Diesel-Anteil ist im Januar erstmals seit langem wieder gestiegen. 34,5 Prozent der neu registrierten Pkw hatten im vergangenen Monat einen Selbstzünder unter der Haube. Im Januar 2018 lag der Dieselanteil noch bei 33,3 Prozent. Benziner waren dagegen weniger gefragt als vor einem Jahr. Dennoch waren mit 57,6 Prozent immer noch deutlich mehr als die Hälfte der neu zugelassenen Autos mit Ottomotoren ausgestattet (Januar 2018: 61,8 Prozent).

Der Anteil von Elektrofahrzeugen stieg von 1,0 Prozent im Vorjahresmonat auf 1,7 Prozent im Januar 2019, Hybridmodelle legten von 3,4 auf 5,7 Prozent zu. Auf Fahrzeuge mit Gasantrieb entfielen wie vor einem Jahr 0,4 Prozent der Pkw-Neuzulassungen.

VDA zeigt sich zufrieden

„Mit diesem Jahresstart sind wir zufrieden. Der Vorjahresmonat war der stärkste Januar seit dem Jahr 1999. Dieses Volumen wurde jetzt nur leicht unterschritten“, kommentierte Bernhard Mattes, Präsident des Verbands der Automobilindustrie (VDA) die KBA-Zahlen.

Peter Fuß, Autoexperte beim Beratungsunternehmen Ernst & Young (EY), sieht jedoch klare Gründe für den Rückgang: „Die Konjunktursorgen nehmen zu, zudem scheinen immer noch nicht alle Unternehmen die Umstellung auf WLTP vollständig im Griff zu haben.“

Insgesamt ist der Januar für die Importeure besser gelaufen als für die deutschen Hersteller. Ihr Marktanteil stieg nach Angaben des Verbands der Internationalen Kraftfahrzeughersteller (VDIK) von 37,2 auf 38,3 Prozent. Den deutlichsten Zuwachs – allerdings auf niedrigem Niveau – verbuchte das KBA mit plus 117,5 Prozent bei Tesla. Aber auch Subaru (+46,5 %) und Volvo (+39,7 %) steigerten ihre Neuzulassungen deutlich.

Unter den deutschen Hersteller legte Ford mit +14,6 Prozent am stärksten zu, gefolgt von Smart (+7,6 %), Audi (+3,7 %) und Mini (+3,3 %). Porsche musste dagegen mit minus 53,8 Prozent den stärksten Rückgang hinnehmen – was vor allem der WLTP-Umstellung geschuldet sein dürfte.

Insgesamt gingen die Neuzulassungen der deutschen Autobauer (inklusive Konzernmarken) nach Angaben des VDA um drei Prozent zurück. Auch Produktion und Export waren deutlich rückläufig. Der Verband macht dafür vor allem Streikauswirkungen verantwortlich. Bei Audi hatten Mitarbeiter in einem ungarischen Motorenwerk im Januar die Arbeit für eine Woche niedergelegt. Das hatte auch in Deutschland zu Produktionsstopps geführt.

Sie wollen mehr wissen? Unter www.kfz-betrieb.de/neuzulassungen können Sie sich die Neuzulassungen aller Fabrikate nach Marktsegmenten gegliedert für einzelne Monate anzeigen lassen. Zudem finden Sie dort die Statistiken des KBA für die einzelnen Modellreihen als PDF zum Download.

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Über den Autor

 Andreas Wehner

Andreas Wehner

Redakteur im Ressort Newsdesk bei »kfz-betrieb«