Dieselnachrüstung: Die Rettung naht langsam

Bis Ende 2018 sollte eine Richtlinie vorliegen, die die technischen Anforderungen für Nachrüstsysteme definiert. Nun könnte es tatsächlich noch klappen mit einer Hardware-Nachrüstung für Dieselautos. Prototypen zeigen, dass es funktioniert.

| Autor: Jan Rosenow

Ein Nachrüstsystem – hier in einen Fiat Ducato eingebaut – besteht aus den folgenden Komponenten: SCR-Katalysator (1), Adblue-Einspritzdüse (2) und Adblue-Tank. Je nach Bauart kann auch ein Heizkat (4) oder ein Ammoniakgenerator hinzukommen.
Ein Nachrüstsystem – hier in einen Fiat Ducato eingebaut – besteht aus den folgenden Komponenten: SCR-Katalysator (1), Adblue-Einspritzdüse (2) und Adblue-Tank. Je nach Bauart kann auch ein Heizkat (4) oder ein Ammoniakgenerator hinzukommen. (Bild: Jan Rosenow)

Die Strategie der Automobilhersteller, durch Bestandserneuerung die Stickoxid-Emissionen des Straßenverkehrs schnell zu senken, wird nicht aufgehen. Das Feuerwerk der Kaufprämien ist mittlerweile abgebrannt: Im November 2018 sanken die Neuzulassungen auf dem Privatmarkt um 16,1 Prozent im Vergleich zum Vorjahresmonat. Nach elf Monaten lag der Neuwagenmarkt in Deutschland mit fast exakt 3,2 Millionen Erstzulassungen gerade 0,4 Prozent im Plus.

Wie viele „alte“ Diesel in dieser Zeit verschrottet oder außer Landes gebracht wurden, kann das KBA nicht sagen, da es bei der Abmeldung nicht mehr zwischen endgültiger und vorübergehender Außerbetriebsetzung unterscheidet. Aber von einer echten Bestandserneuerung kann sicherlich niemand reden – der Tausch Neu gegen Alt liegt im Rahmen des langjährigen Mittels.

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