Dieselnachrüstung: Wendemanöver

Das Spiel auf Zeit ist zu Ende. Die steigende Zahl der Fahrverbote erzwingt eine Entscheidung. Verkehrsminister Andreas Scheuer öffnet seinen Tunnelblick und denkt auch an die Nachrüstung von Dieselfahrzeugen. Die ist dringend notwendig, um die Grenzwerte zu halten.

| Autor: Christoph Baeuchle

(Bild: ©Stadtblick Stuttgart - stock.adobe.com)

Endlich. Zwei Jahre nach dem Urteil des Verwaltungsgerichts zum Düsseldorfer Luftreinhalteplan, ein halbes Jahr nach dem Urteil des Bundesverwaltungsgerichts Leipzig zur Einführung von Fahrverboten und 100 Tage nach dem ersten Fahrverbot kommt Bewegung in die Frage der Nachrüstung älterer Dieselfahrzeuge. Bislang hat Verkehrsminister Andreas Scheuer vehement die Herstellerseite vertreten und sich gegen eine Hardware-Nachrüstung ausgesprochen.

Nun ist auch an der Spitze des Verkehrsministeriums angekommen, dass Software-Updates in einigen Städten nicht reichen, um die Stickoxidwerte unter die vorgegebene 40-Milligramm-Grenze zu drücken. „Hardware-Nachrüstung“ auszusprechen vermeidet er noch, stattdessen will er „in alle Richtungen nachdenken“. Trotz technischer, rechtlicher und finanzieller Bedenken hat er ein neues Konzept angekündigt.

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