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Digitale Zusatzgeschäfte: Das rollende Smartphone

| Autor / Redakteur: Dr. Frank Stenner / Birgit Rüdel

Mit der Digitalisierung bekommt das Auto einen anderen Stellenwert. Es befindet sich zunehmend im Zentrum einer vernetzten Arbeits- und Freizeitwelt des Konsumenten. Das bietet den Herstellerbanken neue Ertragspotenziale.

Das vernetzte Auto bietet dem Konsumenten zukünftig viele weitere Dienstleistungen rund um seine Mobilitätsbedürfnisse.
Das vernetzte Auto bietet dem Konsumenten zukünftig viele weitere Dienstleistungen rund um seine Mobilitätsbedürfnisse.
(Bild: © vege - stock.adobe.com)

Die Fahrzeuge der Zukunft werden weitgehend elektrisch und autonom fahren, und die Insassen werden sie sich mit vielen andern Nutzern teilen. Gleichzeitig werden Autos und Menschen vernetzt sein, d. h., sie senden und empfangen unendlich viele Daten. Die Einführung des 5G-Standards im Mobilfunk, verbunden mit einer Kommunikationsschnittstelle für den EU-weiten Notruf (E-Call), wird den Trend zur Vernetzung des Fahrzeugs weiter beschleunigen. Das Automobil wird zum rollenden Smartphone.

Diese Vernetzung ist bereits heute in Ansätzen erkennbar. Denn um die Ausgaben für ihre Mobilität besser im Griff zu haben, entscheiden sich schon jetzt viele Kunden für sogenannte Flatrate-Angebote. Diese beinhalten neben den monatlichen Leasing- oder Kreditzahlungen, also den Kosten der Fahrzeugnutzung, auch die Ausgaben für damit verbundene Dienstleistungen wie Kfz-Versicherungen und Garantieverlängerungen. Von der Beliebtheit solcher Pauschalen, aber auch von der zunehmenden Nachfrage nach alternativen Mobilitätskonzepten profitieren vor allem Autobanken. So stiegen etwa bei Daimler Financial Services im Jahr 2017 die weltweit vermittelten Versicherungspolicen gegenüber dem Vorjahr um 20 Prozent auf 2,1 Millionen Verträge. Und 17,8 Millionen Kunden lösten bei Car-2-Go, Moovel und Mytaxi rund 100 Millionen Transaktionen aus – ein Anstieg um 50 Prozent.