Digitales Rettungsdatenblatt ist gestartet

VDA, VDIK, ADAC und DAT stellen Rettungs-Software vor

| Autor: Gerd Steiler

Start am 1. Februar: Mit Hilfe einer neu entwickelten Rettungs-Software können Rettungskräfte bei Verkehsrunfällen schnell und gezielt helfen.
Start am 1. Februar: Mit Hilfe einer neu entwickelten Rettungs-Software können Rettungskräfte bei Verkehsrunfällen schnell und gezielt helfen. (Foto: VW)

Feuerwehren und Rettungskräfte können bei Unfällen im Straßenverkehr seit dem 1. Februar schneller und gezielter helfen. Alle erforderlichen Datenblätter mit Informationen zur Rettung von Personen aus Unfallwagen sind ab sofort in den Rettungsleitstellen in elektronischer Form verfügbar. Die digitalen Rettungsdatenblätter enthalten sicherheitsrelevante Hinweise zu sensiblen Bauteilen wie Tanks, Batterien oder Airbags.

Initiatoren der neuen Software-Lösung, mit der Rettungskräfte das passende Rettungsdatenblatt für nahezu jedes Pkw-Modell anfordern können, sind der Verband der Automobilindustrie (VDA), der Verband der Internationalen Kraftfahrzeughersteller (VDIK) und der ADAC, wie die Verbände am Donnerstag gemeinsam mitteilten.

Für die Abfrage der fahrzeugbezogenen Informationen anhand des Kennzeichens direkt aus der Datenbank des Kraftfahrtbundesamtes (KBA) hatte Bundesverkehrsminister Peter Ramsauer (CSU) die rechtlichen Grundlagen geschaffen. Sie sind mit dem 1. Februar 2013 in Kraft getreten. „Das digitale Rettungsdatenblatt ist ein großer Schritt, um am Unfallort schneller und gezielter helfen zu können – und damit ein großer Schritt für mehr Sicherheit im Straßenverkehr“, so Ramsauer anlässlich der Präsentation der neuen Rettungs-Software.

Lebensrettende Informationen

Die Deutsche Automobil-Treuhand (DAT) hat die Software „SilverDAT FRS“ im Auftrag der Verbände VDA und VDIK sowie des ADAC programmiert. Die Abfrage dauert nur wenige Sekunden: Die Feuerwehr gibt per Funk das Kennzeichen eines Unfallwagens an die Rettungsleitstelle durch. Dort wird das Kennzeichen in die Bedienoberfläche der Software eingegeben, die die Verbindung zur DAT-Datenbank herstellt. Der DAT-Server ruft beim KBA das polizeiliche Kennzeichen des Fahrzeugs ab und erhält automatisch die Information, um welches Fahrzeugmodell es sich handelt. Die DAT-Software kann aus über 1.100 verschiedenen Fahrzeugmodellen unterschiedlichster Hersteller und Baujahre das passende Rettungsdatenblatt zuordnen und auf den Monitoren der Rettungsleitstelle anzeigen. Diese schickt das Rettungsdatenblatt auf ein mobiles Endgerät der Feuerwehr – etwa einen Laptop oder einen Tablet-PC.

Erste Rettungsdatenblätter gab es bereits Mitte der 1990er Jahre. Seit 2008 bieten die Fahrzeughersteller in Deutschland standardisierte Rettungsdatenblätter modellspezifisch als Download an. Das Rettungsdatenblatt stellt den Rettungskräften an der Einsatzstelle fahrzeugspezifische Informationen für die Personenrettung zur Verfügung. Grafisch dargestellt werden neben Tanks, Batterien und Airbags auch weitere Bauteile wie Gurtstraffer, Strukturversteifungen und Hochvoltbauteile elektrisch angetriebener Fahrzeuge.

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