Dinnebier-Gruppe gibt Gas in Leipzig

Autor: Andreas Wehner

Nach der Übernahme des Autohauses Gerstmann will Uwe Dinnebier den Hauptstandort in Leipzig-Wiederitzsch für eine Million Euro zügig zu einem modernen Flagship-Store ausbauen.

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Uwe Dinnebier: „Ich bin ein großer Verfechter von Markenwelten.“
Uwe Dinnebier: „Ich bin ein großer Verfechter von Markenwelten.“
(Foto: Wehner)

Die Dinnebier-Gruppe investiert kräftig in den Hauptstandort des ehemaligen Autohauses Gerstmann, das Dinnebier im Oktober übernommen hatte. Für etwa eine Million Euro soll der Betrieb an der Delitzscher Landstraße 150 im Leipziger Stadtteil Wiederitzsch zu einem modernen Flagship-Store ausgebaut werden, teilte Inhaber Uwe Dinnebier am Dienstag in Leipzig mit. Die Umbaumaßnahmen sollen noch in diesem Jahr abgeschlossen sein.

Jede Marke soll künftig für sich in einem eigenen Bereich präsentiert werden. „Exklusivität ist wichtig. Ich bin ein großer Verfechter von Markenwelten“, erläuterte Dinnebier im Gespräch mit »kfz-betrieb«. Das biete eine klare Orientierung, sowohl für die Kunden als auch für die Mitarbeiter. „Ein Verkäufer muss sich mit seiner Marke identifizieren. Er kann nicht glaubwürdig alles verkaufen“, ist der Geschäftsführer überzeugt.

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Welche Fabrikate künftig an dem Wiederitzscher Standort verkauft werden sollen, ist noch nicht endgültig festgelegt. Sicher ist, dass Ford und Land Rover weiter an dem Standort vertreten sein werden – in Showrooms nach neuesten CI-Vorgaben. Dinnebier will künftig auch die US-Modelle von Ford präsentieren, die der Autobauer künftig in Europa vertreiben will, wie den kommenden Mustang. „Welche Marken wir uns hier noch auf die Fahnen schreiben, ist noch nicht entschieden“, sagte Dinnebier. Gerstmann verkaufte neben Ford und Land Rover auch die Marken Hyundai und Kia. Die Dinnebier-Gruppe vertreibt darüber hinaus Opel sowie die Land-Rover-Schwestermarke Jaguar.

Neben dem Verkauf von neuen Pkw will sich Dinnebier in Wiederitzsch besonders auf Ford-Transporter und Gebrauchtwagen konzentrieren. Auch SUV sollen eine wichtige Rolle spielen. Daher ist auf dem weitläufigen Betriebsgelände auch ein Offroad-Parcours geplant, damit die Kunden die Fahrzeuge ausgiebig testen können.

Guter Start gibt Hoffnung

An den übrigen ehemaligen Gerstmann-Standorten sieht Dinnebier zunächst keinen außergewöhnlichen Investitionsbedarf. Zu dem Unternehmen, das inzwischen unter Dinnebier Automobile Leipzig firmiert, gehören zwei Autohäuser in Markkleeberg-Wachau und Leipzig-Gohlis sowie die Land-Rover-Stadtlounge in der Leipziger City. Dem noch von Gerstmann geplanten Neubau eines Standorts auf dem alten Messeglände hat Dinnebier dagegen eine Absage erteilt. „Das war ein Risikoinvest. Wir setzen da andere Prioritäten“, sagte der Geschäftsführer.

Gerstmann verkaufte im vergangenen Jahr insgesamt rund 2.000 Fahrzeuge. Konkrete Absatzziele für 2014 nennt Dinnebier nicht. „Wir wollen uns zunächst auf den Umbau konzentrieren. Aber wir sind gut gestartet. Deshalb gehe ich davon aus, dass wir die Verkäufe steigern werden“, so der Autohaus-Inhaber.

Die Dinnebier-Gruppe besteht inzwischen aus 38 Standorten und beschäftigt 1.250 Mitarbeiter. Eine weitere Expansion plant Uwe Dinnebier nicht. „Wir haben inzwischen eine gute strategische Größe erreicht. Zudem will ich weiterhin operativ in meinen Betrieben tätig sein. Das wäre bei weiterem Wachstum nicht mehr möglich“, erläuterte der Chef der Handelsgruppe.

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Redakteur Newsdesk Automotive