Suchen

EU-Neuzulassungen Direkt wieder Rückwärtsgang

Autor / Redakteur: jr/dpa / Jens Rehberg

Nach nur einem Monat mit einem Neuzulassungsplus ist auf dem europäischen Pkw-Markt schon wieder Schluss mit Aufschwung. Kein deutscher Hersteller konnte Zuwächse verzeichnen.

Firma zum Thema

(Bild: Volkswagen)

Im Oktober ist die Zahl der neu registrierten Fahrzeuge zum neunten Mal im laufenden Jahr zurückgegangen. So wurden in Gesamteuropa mit rund 1,23 Millionen Einheiten 7,1 Prozent weniger neue Autos als im Vorjahresmonat angemeldet, wie der europäische Herstellerverband ACEA am Mittwoch in Brüssel mitteilte.

Der September bleibt im Jahr der Corona-Krise damit der bislang einzige Monat in diesem Jahr mit einem Anstieg. Nach zehn Monaten liegt die Zahl der Neuzulassungen 2020 insgesamt mit 9,7 Millionen um gut 27 Prozent unter dem Vorjahreswert.

Auch die deutschen Autobauer hatten mitsamt ihrem Branchenverband VDA zuletzt angesichts steigender Infektionszahlen bereits wieder über eine abflauende Nachfrage von Firmen und Verbrauchern berichtet. Von den wichtigsten Märkten traf es am stärksten Spanien, wo das Minus im Oktober bei 21 Prozent lag. Auch in Frankreich (-9,5 %) und Deutschland (-3,6 %) ging es spürbar abwärts, in Italien fiel das Minus mit 0,2 Prozent dagegen mild aus.

Einzelne Marken: Opel relativ stabil

Von den Marken des Volkswagen-Konzerns wurden in Europa im Oktober 7,5 Prozent weniger Autos neu zugelassen. Bei BMW sah es mit minus 11,8 Prozent noch etwas mauer aus. Besser kam Daimler weg mit einem Rückgang von 7,2 Prozent. Die Opel-Mutter PSA verkaufte 5,3 Prozent weniger Fahrzeuge und schnitt damit schlechter ab als die Rüsselsheimer Tochter, deren Neuzulassungen europaweit um 3,3 Prozent zum Vorjahresmonat anstiegen. Noch besser sah es unter den deutschen Einzelfabrikaten sogar bei Audi aus – die Volkswagen-Tochter verzeichnete im vergangenen Monat ein Plus von 19,4 Prozent.

Unter den größeren Autokonzernen dagegen verzeichnete nur Fiat Chrysler ein einigermaßen wahrnehmbares Plus von 3,2 Prozent, Renault lag mit 0,5 Prozent nur knapp in der Pluszone.

(ID:46993318)