Doppelkupplungsgetriebe: Luxus für die Massen

Autor / Redakteur: Jan Rosenow / Jan Rosenow

Das erste Doppelkupplungsgetriebe von Volkswagen war 2003 eine Sensation. Mittlerweile nutzen viele andere Autohersteller diese Bauart ebenfalls. Auch in den Werkstätten ist es ein häufiger Gast.

Beim Doppelkupplungsgetriebe – hier von Volkswagen – ist der Radsatz in zwei Teilgetriebe aufgelöst.
Beim Doppelkupplungsgetriebe – hier von Volkswagen – ist der Radsatz in zwei Teilgetriebe aufgelöst.
(Bild: Volkswagen AG)

Anfang 2004 brach der Autor dieser Zeilen zu einer besonderen Mission auf. Damals noch in Diensten des Getriebeherstellers ZF, holte er einen brandneuen Testwagen vom Typ VW Golf R32 in Wolfsburg ab. Die Friedrichshafener Ingenieure waren schon ganz kribbelig bei der Aussicht, das neue Wunderwerk namens Doppelkupplungsgetriebe in Augenschein nehmen zu können. Denn damals waren in der Frontantriebsklasse noch behäbige Viergang-Automatikgetriebe mit Drehmomentwandler verbreitet. Mit dem Doppelkupplungsgetriebe, das Volkswagen als erster Autohersteller in die Serienproduktion einführte, brach in der Getriebetechnik die Neuzeit an.

Das DKG löste gleich zwei Probleme: Verglichen mit der Wandlerautomatik braucht es nur eine sehr geringe Hilfskraft, um die Gänge zu schalten. Das spart Sprit. Und gemessen an den automatisierten Schaltgetrieben lief der Schaltvorgang bedeutend schneller und komfortabler ab. Beim Volkswagen-Konzern hat sich das Doppelkupplungsgetriebe, hier Direktschaltgetriebe (DSG) genannt, mittlerweile zum Standard entwickelt. Über 26 Millionen Einheiten wurden bislang produziert. Heute gibt es je nach Motoreinbaulage (längs oder quer) und Eingangsdrehmoment folgende Varianten: